Förderung der zusätzlichen kapitalgedeckten Altersvorsorge

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Der Aufbau einer privaten oder betrieblichen Altersvorsorge wird durch steuerliche Fördermaßnahmen flankiert, die auch und gerade Bezieher kleiner Einkommen und Familien mit Kindern besonders unterstützen. Um spezielle Sparanreize zu setzten, werden die gesetzlichen Regelungen - ähnlich wie bei der Kindergeldregelung - im Einkommensteuergesetz als kombinierte Zulagen-/Sonderausgabenregelung verankert.

Insgesamt erfolgt für die Förderung der Altersvorsorge in der Endstufe im Jahr 2008 eine Bereitstellung von ca. 10 Milliarden €.

Das Gesetz über die zusätzliche private Altersvorsorge ist zum 01.01.2002 in Kraft getreten. Die Rentenversicherungspflichtigen bekommen anschließend ausreichend Zeit, sich eingehend über die geeignete Alterssicherungsanlagen zu informieren. Dies gilt auch für die Tarifparteien, die ohne Zeitdruck bestehende Vereinbarungen über betriebliche Altersversorgung überprüfen, gegebenenfalls modifizieren oder neue Tarifvereinbarungen schließen können bzw. bereits vorgenommen haben.

Die Förderung Ihrer Altersversorgung

Zulagen Familienstand 2002/2003 2004/2005 2006/2007 ab 2008
Alleinstehend 38 € 76 € 114 € 154 €
verh. ohne Kinder 76 € 152 € 228 € 308 €
verh. mit 1 Kind 122 € 244 € 366 € 493 €
verh. mit 2 Kindern 168 € 336 € 504 € 678 €
verh. mit 3 Kindern 214 € 428 € 642 € 863 €
pro weiteres Kind 46 € 92 € 138 € 185 €

Sonderausgaben (Günstigprüfung)

Das Finanzamt prüft, ob der Abzug des geförderten Gesamtbeitrages (1% - 4% der West-BBG) als Sonderausgabe günstiger ist. In diesem Fall erfolgt eine Nachvergütung

Voraussetzungen: Alle Anlageformen müssen

  • zu Beginn der Auszahlungsphase mindestens die eingezahlten Beträge zusichern (Nominalwerterhaltung);
  • gewährleisten, dass die Leitungen erst mit Beginn einer Altersrente, aber nicht vor dem 60. Lebensjahr ausgezahlt werden;
  • lebenslange Leistungen garantieren, etwa in Form einer Leibrente oder eines Auszahlungsplanes, der auch für das hohe Alter absichert (Restkapitalverrentung);
  • vor Abtretung und Pfändung sowie Anrechnung in der Arbeitslosen- und Sozialhilfe geschützt sein;
  • Die Eigenbeteiligung muss in einen anerkannten Vertrag eingezahlt sein.

Es sind eine Reihe von gesetzlich geforderten Voraussetzungen für eine anerkannte Altersversorgung zu erfüllen:

  1. In Frage kommen private Rentenversicherungen, Fonds- oder Banksparpläne, die mit Auszahlungsplänen bis 85 Jahre und Absicherungen für das hohe Alter ab 85 Jahre (die sog. Restverrentungspflicht) verbunden sind.
  2. Ebenso werden unterschiedliche Formen der betrieblichen Altersversorgung wie Direktversicherungen, Pensionskassen oder Pensionsfonds gefördert.
  3. In der Ansparphase sind laufend Beitragszahlungen zu leisten.
  4. Eine Garantie muss gewährleisten, dass mindestens die eingezahlten Beiträge zum Auszahlungstermin zur Verfügung stehen.
  5. Die Vereinbarung betrifft eine lebenslangen Rente oder einen Auszahlungsplans mit Restkapitalverrentung.
  6. Die Abtretung oder Übertragung von Rechten muss ausgeschlossen sein.
  7. Der Beitragsanteil für Hinterbliebene darf max. 5%, die Absicherung einer verminderten Erwerbsfähigkeit max. 15% der Beiträge betragen.
  8. Der Kunde muss über die Höhe und zeitliche Verteilung der Abschluss- und Verwaltungskosten vor Vertragsabschluss und während der Laufzeit informiert werden.
  9. Das Institut hat sich zu einer Vertragsstrafe bei Verletzung der vertraglichen Pflichten zu verpflichten.
  10. Jedem Kunden ist das Recht auf einen Wechsel in ein anderes Anlagemodell einzuräumen.
  11. Jedes Institut muss durch eine offizielle Prüfstelle (BAV) zertifiziert sein.
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