Kindbezogene Höherbewertung von Beitragszeiten bei der Rentenberechnung

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Um die rentenrechtlichen Folgen geringer Entgelte abzumildern, soll die Rentenanwartschaft von Erziehungspersonen, die während der ersten 10 Lebensjahre des Kindes erwerbstätig sind, diese Tätigkeit aber wegen der Kindererziehung vor allem in Form von Teilzeitarbeit ausüben und deshalb unterdurchschnittlich verdienen, bei der Rentenberechnung nach den Grundsätzen der so genannten "Rente nach Mindesteinkommen" aufgewertet werden. Dies gilt rückwirkend ab 1992.

Dabei erfolgt eine Erhöhung der individuellen Entgelte um 50% auf maximal 100% des Durchschnittseinkommens, wenn insgesamt 25 Jahre mit rentenrechtlichen Zeiten vorliegen. Hierdurch wird ein Anreiz geschaffen, kindererziehungsbedingte Lücken in der Versichertenbiographie möglichst kurz zu halten und bald nach der Kindererziehungszeit zumindest eine Teilzeitbeschäftigung aufzunehmen. Von dieser Regelung profitieren insbesondere Frauen, die eine Teilzeitbeschäftigung aufnehmen, wenn das jüngste Kind in den Kindergarten kommt.

Diese Begünstigung kommt auch Erziehungspersonen zugute, die wegen der Betreuung eines pflegebedürftigen Kindes vielfach nicht erwerbstätig sein können. Auch hier wird die für die Pflegeperson anzuerkennende Pflichtbeitragszeit ab 1992 bei der Berechnung der Rente um 50% - maximal jedoch auf den Wert, der sich aus 100% des Durchschnittsverdienstes ergibt - aufgewertet, und zwar bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres des pflegebedürftigen Kindes.

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