Betreuungsvereine

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Was ist ein Betreuungsverein?

Wer seine persönlichen Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht mehr selbst regeln kann, hat für seine rechtliche Vertretung Anspruch auf einen Betreuer. Die Ursache des Unvermögens kann in einer psychischen Krankheit liegen oder in einer geistigen, seelischen oder schweren körperlichen Behinderung. Nach dem Betreuungsgesetz wird der Betreuer durch ein Vormundschaftsgericht bestellt.

Die Betreuer sind meist ehrenamtlich oder beruflich tätig und erledigen alle notwendigen Antragstellungen bei Behörden, ordnen und regeln finanzielle sowie schuldrechtliche Probleme oder Wohnungsangelegenheiten.

Oftmals werden Betreuer über Betreuungsvereine gefunden, die es in den meisten Städten in Deutschland gibt. Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt in der Gewinnung, Beratung und Unterstützung ehrenamtlich tätiger Betreuerinnen und Betreuer, die in die Aufgaben umfassend und kompetent eingeführt werden. Auch später werden Fortbildungsangebote und Möglichkeiten des Erfahrungsaustauschs angeboten.

Die Betreuungsvereine selbst führen berufsmäßig Betreuungen durch und stehen den ehrenamtlichen Betreuern beratend zur Verfügung. Aber auch Rat suchende, die für Angehörige oder Bekannte Betreuungen anregen, werden über Alternativen zur Vermeidung von gesetzlichen Betreuungen informiert. Dazu zählen Vorsorgevollmachten, Patientenverfügungen und Betreuungsverfügungen.

Wer sich selbst engagieren und eine ehrenamtliche Betreuung übernehmen möchte, kann sich an den Betreuungsverein in seiner Stadt wenden (Suchmaschineneingabe: "Betreuungsverein Ihr Stadtname"). Die Vereine arbeiten auch eng mit den für die Einleitung von Betreuungsverfahren zuständigen örtlichen Betreuungsbehörden und Vormundschaftsgerichten zusammen.

Weitere Informationen im Internet finden Sie unter

Betreuungsrechtliche Praxis

Online-Lexikon "Betreuungsrecht"

Zentrales Vorsorgeregister Bundesnotarkammer

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