Stellen Sie Ihre Altersvorsorge auf viele Beine!

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Das Stichwort "Sparen" bedeutet nicht, dass es ausschließlich Versicherungen oder Ratensparverträge sein müssen. Auch Fondssparpläne sind geeignet, sich mit Geduld, Disziplin und einer Portion Cleverness ein ansehnliches Finanzpolster fürs Alter zu schaffen.

Daher sollte man sich überlegen, ob es sich nicht doch lohnt, das Geld, das am Ende eines Monats übrig bleibt, gewinnbringend anzulegen.

Denn wer monatlich 100 € anspart und dafür sechs Prozent Zinsen in jedem Jahr bekommt, hat mit Zins und Zinseszins nach 30 Jahren immerhin ein Vermögen von 97.950 € aufgetürmt.

Und sogar viel mehr, wie Anlagen, die in den vergangenen drei Jahrzehnten bei einer Investition von 100 € pro Monat (Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Deutschland) im Schnitt sogar ein Vermögen von rund 322.000 € aufbauten.

Die Rendite beträgt dabei durchschnittlich 12,33 Prozent pro Jahr.

Also vergessen Sie Sparstrumpf, Girokonto oder das Sparbuch. Selbst wenn es dort Zinsen gibt, so werden sie von der Inflation aufgefressen.

Wenn Sie also Ihr Geld für sich hart arbeiten lassen, dann können Sie schon in zehn bis 15 Jahren ein kleines Vermögen erwirtschaften.

In der folgenden Tabelle können Sie ablesen, wie sie mit einer monatlichen Sparsumme von 500 € bereits hohe Erträge erwirtschaften können.

Dieses Vermögen können Sie mit 1.000 € im Monat erzielen

Anlagezeitraum 1 Jahr 5 Jahre 7 Jahre 10 Jahre 12 Jahre 15 Jahre 20 Jahre
Summe Ihrer Sparbeiträge 12.000 60.000 84.000 120.000 144.000 180.000 240.000
Rendite
3,5 % 12.221 65.556 95.102 143.411 178.514 235.891 345.721
4,5 % 12.288 67.232 98.549 151.012 190.035 255.417 385.522
5,5 % 12.352 68.948 102.118 159.026 202.406 276.804 430.717
6,5 % 12.419 70.699 105.827 167.555 215.677 300.251 482.064
7,5 % 12.485 72.451 109.662 176.554 229.926 325.944 540.423
8,0 % 12.516 73.483 111.636 181.249 237.425 339.707 572.536
10,0 % 12.633 77.153 119.894 201.408 270.234 401.512 723.794
12,0 % 12.769 81.073 128.769 223.965 307.993 475.781 919.567

Auf eines müssen wir an dieser Stelle hinweisen: Die ideale Kapitalanlage gibt es nicht, denn je höher die versprochene Rendite, desto höher das Risiko. Je sicherer demnach die Geldanlage, desto geringer der Zugewinn. Sparen kann durchaus eine ordentliche Rendite abwerfen - wenn man es richtig macht.

Die grundsätzliche Frage, die sich für Sie stellt lautet demnach:

Wie schnell wollen Sie ein ansehnliches Vermögen aufhäufen?

Wir haben für Sie eine Aufstellung vorbereitet, die die verschiedenen Anlageformen hinsichtlich der Art des damit verbundenen Risikos darstellt:

Anlageform

Risikostruktur

Sichere Anlageformen

Termingelder konservativ    
Geldmarktfonds konservativ    
Banksparverträge konservativ    
Bundesschatzbriefe konservativ    

Investment

Aktienfonds   risikofreudig spekulativ
Rentenfonds konservativ    
Offene Immobilienfonds konservativ    
Gemischte Fonds   risikofreudig spekulativ
Dachfonds   risikofreudig spekulativ

Staatlich geförderte Sparformen

Bausparen konservativ    
"staatlich geförderte Privatrente" konservativ risikofreudig* spekulativ*
Beteiligungssparen   risikofreudig spekulativ

Versicherungspolicen

Lebensversicherung konservativ    
Rentenversicherung konservativ    
Fondsgebundene Lebens-   risikofreudig spekulativ
und Rentenversicherung      

* Die staatlich geförderte Privatrente kann Anlageformen beinhalten, die über den gesetzlich vorgeschriebenen Rahmen hinaus risikofreudige oder spekulative Komponenten beinhaltet.

Diese drei Risikokomponenten sind für Ihren Typus ausgerichtet:

  • für konservative Anleger, die Sicherheit bevorzugen. Nicht mehr als 10 % der Ersparnisse sollten in risikoreiche Anlagen investiert werden
  • 50 % ihrer Anlagen können in ein risikofreudiges Risiko gesteckt werden. Die übrigen 50 % in besonders sichere Anlagen investieren.
  • Wer genügend Kapital erübrigt, das notfalls als Totalverlust verkraftet werden kann, kann sich an spekulative Anlageformen heranwagen.

In jedem Fall sollte man sich bei Kapitalanlagen vorher individuell beraten und über das jeweilige Risiko aufklären lassen.

Der Markt zeigt: Zumindest in der Vergangenheit hat das Sparen mit Aktienfonds Renditen gebracht, von denen die Käufer anderer Vorsorgeprodukte nur träumen können. Allerdings reiben sich manche die Hände ob der teilweisen Totalverluste, wenn man in 1999 und 2000 in IT-Unternehmen investiert hat, die es heute nicht mehr gibt.

Daher ist die Beratung immer wichtig, damit neben der gewollten Chance auf hohe Erträge nicht auch die Chance auf Totalverlust ungewollt zunimmt.

Aus diesem Grunde war lange Jahre auch die Kapital-Lebensversicherung neben der gesetzlichen Rentenversicherung die Hauptsäule der privaten Altersvorsorge in Deutschland. Seit große Teile der Bevölkerung Aktien und Fonds als Möglichkeiten zum Sparen und zur Kapitalbildung entdeckt haben, hat sich auch der Stellenwert der Kapital-Lebensversicherung geändert.

Rund sieben Millionen Lebensversicherungsverträge sind im Jahre 2000 nach Schätzungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) abgeschlossen worden. Davon entfällt rund ein Viertel auf die Kapital-Lebensversicherung, die noch vor ein paar Jahren nahezu die einzige Form der Lebensversicherung darstellte.

Mittlerweile machen ihr Rentenversicherungen und fondsgebundene Policen die Daseinsberechtigung schwer. Gleichwohl ist die Kapital-Lebensversicherung auch heute aus der Altersvorsorge insgesamt nicht wegzudenken.

Denn die Kapital-Lebensversicherung vereint als Mischform mehrere Sicherungskomponenten in einem Vertrag: Der Versicherungsschutz der Hinterbliebenen, die Sicherung der eigenen Berufs- und Erwerbsunfähigkeit ist gekoppelt mit einem Sparvorgang für die Altersvorsorge.

Das Interesse des Versicherten ist mehrschichtig: Er weiß seine Familie oder Geschäftspartner im Falle seines Todes abgesichert und ist Nutznießer des gesamten Vertrages beim Versicherungsablauf.

Kritiker setzen an dieser Mischform auch an, denn um Hinterbliebene zu schützen, muss man nicht zusätzlich einen Sparvorgang abschließen. Dazu genügt eine Risiko-Lebensversicherung, die viel billiger ist als die Kapital-Lebensversicherung. Und um fürs Alter zu sparen, benötigt man nicht zwangsläufig auch einen zusätzlichen Versicherungsschutz. Da gibt es rentablere Spar- und Anlageformen (siehe oben).

Aufgabe des Versicherungsmaklers ist es daher, die Absicherung nach der Risikostruktur und den Bedürfnissen des Kunden zu ermitteln und ihm die erforderlichen Produkte zur Deckung zur Verfügung zu stellen.

Und weil die Versicherungsgesellschaften zwischen sechs und 20 Prozent für Abschluß- und Verwaltungskosten verwenden, ist es um so wichtiger, die richtige Gesellschaft für den Kunden zu finden.

Und selbstverständlich ist auch die richtige Versicherungsform und die richtige Mischung aus verschiedenen Anlageformen für den Kunden zu ermitteln. Denn wägt man Vor- und Nachteile von Kapital-Lebensversicherungen gegeneinander ab, zeigt sich oftmals, dass es sich bei der Frage, ob sich ein Vertragsabschluss lohnt, sehr auf die individuellen Interessen und Bedürfnisse des Kunden, seiner Familie und ggf. seiner Geschäftspartner ankommt.

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