Rentensicherheits-Tipps für jedes Alter

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Um Ihr Sparziel, eine Zusatzrente im Alter, zu erreichen, gibt es verschiedene Wege. Der richtige Geldanlagemix entscheidet über Ihr Kapital im Rentenalter - wenn er zur richtigen Zeit gewählt wurde.

Als grundsätzliche Regel gilt: Mit einem Bein läuft es sich ebenso schlecht wie mit zwei rechten. Bezogen auf das Sparen fürs Alter heißt das: Wer schon eine ausreichend hohe Lebensversicherung hat (entweder privat oder als betriebliche Direktversicherung), braucht in aller Regel keine zweite.

Aber schaden könnte es dennoch nicht, wer zusätzlich mit einer Rentenversicherung, Investmentfonds oder auf eine Immobilie spart. Wer aber Immobilieneigentum in attraktiver Lage erbt, muss natürlich nicht selbst in weitere Wohnungen oder Häuser investieren, sondern spart das Geld besser mit anderen Kapitalanlagen. Dabei kommt es auf den breit gestreuten Mix an. Und natürlich auf den Zeitpunkt: Je früher der Sparer beginnt, also je jünger er ist, um so länger hat er Zeit, Vermögen aufzubauen. Und er kann mehr "riskieren", denn einem 50-Jährigen Aktiensparen zu empfehlen wäre ebenso falsch, wie 30-Jährigen ausschließlich Sparbücher als Grundlage einer langfristigen Anlageform anzudienen.

Gleichwohl gibt es verschiedene und typische Lebenssituationen, zu denen die folgenden Tipps passen:


Jobeinsteiger

Selbst kleine Beträge, regelmäßig investiert, entwickeln sich im Laufe der Jahre prächtig. Wer früh startet bekommt am meisten im Rentenalter.

Wer heute in den Job einsteigt, ist um die 25 - 30 und gut ausgebildet. Er hat seine Karriere gestartet und gibt rund die Hälfte für Lebenshaltungskosten aus. Diesen Karrierestartern bleibt dennoch häufig eine relativ Hohe Summe zur Vorsorgeplanung übrig, die in entsprechende Produkte angelegt werden kann.

Als Grundlage gilt: Wer sich auf die gesetzliche Absicherung verlässt, kann sich schon einmal die Adresse vom örtlichen Sozialamt merken. Bereits der Ausschluss aus der gesetzlichen Berufs- und Erwerbsunfähigkeit für Personen, die vor dem 1.1.1961 geboren sind, macht den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung dringend erforderlich. Wer die Chance hat, sollte die vorteile der betrieblichen Altersvorsorge nutzen, weil somit ein Teil des Bruttogehaltes steuerfrei bleibt. Zusätzlich sollten Einsteiger monatlich einen kleineren Betrag in aktienorientierte Anlageformen investieren. Das könnte eine fondsgebundene Lebensversicherung oder aktiengebundene Rentenversicherung sein. Oder auch ein entsprechender Investmentfonds. Sparen mit Investmentfonds ist flexibel und chancenreich. Si ehaben gegenüber einer Einzelanlage überdurchschnittliche Ertragschancen und bieten Kostenvorteile.

Bereits jetzt sollte er die Ausgaben in der nächsten Lebensphase nicht unterschätzen: Wer eine Familie plant oder ein Immobilienkauf in nähere Entfernung gerückt ist, sollte diese Ausgaben sorgfältig mit einplanen, denn sie bedeuten einen hohen Finanzierungsbedarf.

Für den Karrierestarter bietet sich das Vorsorgesparen mit Aktienfonds an, weil das Risiko durch eine Lange Laufzeit bis zum Rentenalter gesenkt wird. Einzelaktien sind nur bedingt zu empfehlen und darin sollte vorsichtig investiert werden. Denn die Erträge verlocken und die Anlage ist risikoreich.

Familien-Planung

Sicherheit steht bei Familien an oberster Stelle. Wer für Kinder verantwortlich ist, muss existenzgefährdenden Katastrophen vorbeugen.

Neben dem Schutz vor existenziellen Risiken steht der weitere Vermögensaufbau im Vordergrund - also erst existenzielle Risiken absichern und dann den Vermögensaufbau vorantreiben.

Man ist Anfang 30, strebt den Höhepunkt seiner beruflichen Karriere mit Mitte 40 an und ist häufig Alleinverdiener. Das Teilzeiteinkommen des Partners reicht für das tägliche Leben. Eine eigene Immobilie wurde angeschafft und muss nun abbezahlt werden. Daher geht Sicherheit vor, die über den Abschluss von Lebens- bzw. Kreditversicherungen aber auch die Haftpflichtpolice und die Unfallversicherung, erzielt wird.

Die Kardinalfehler vieler Familien besteht jetzt in zu schlechtem Schutz, zu wenig Liquidität und zu lange Vertragsbindungen.

Während dieser Lebensphase zehren laufende Ausgaben den Großteil des Einkommens auf und meist bleibt nur ein kleiner Spielraum für zusätzliches Altersvorsorgesparen. Wer viel Steuern zahlt, sollte prüfen, ob er die Vorteile der betrieblichen Altersversorgung bereits ausgeschöpft hat.

Die Ausbildung der Kinder kostet eine Menge Geld - dafür muss vorgesorgt werden.

In dieser Phase sind sicherheitsorientierte Anlageformen vorzuziehen, die auch kurzfristig in Bargeld umgewandelt werden können. Dazu dienen gut verzinste Tagesgeldkonten und Anleihefonds. Wer höhere Renditechancen wahrnehmen möchte, der investiert daneben mit VWL-Sparen in Atienfonds. Oder Sie nutzen für günstige Aus- und Umbaukredite einen zweiten VWL-Bausparvertrag. Damit das Eigenheim zum Renteneintritt schuldenfrei ist, sollte die Finanzierung darauf ausgerichtet sein. Aber planen Sie auch ein, dass statt der Finanzierung eines "Renten"-Tages höherer Bedarf an Renovierungskosten auf Sie zukommt.

Senioren ab "50-Plus X"

Auch wenn Sie in der Vergangenheit Etappensiege erzeilen konnten - am Ende entscheidet der Gesamtsieg.

Der wichtigste Baustein dieser Strategie besteht darin, die erzielten Erfolge sicherzustellen. Daher steht im dritten Lebensalter der Vermögenserhalt im Vordergrund. Daraus folgt ein Grundsatz: je niedriger das Vermögen, desto konservativer die Anlagestrategie!

In diesem Lebensabschnitt investiert man nicht mehr in Versicherungen. Den niedriger werdenden Raten für die Immobilie folgen die steigenden Instandhaltungskosten. Auch gesundheitsbedingte Ausgaben können Sie finanziell belasten. Daher sollten Sie nur kurz- oder mittelfristige Anlagen mit einem Anlagekorridor von ein bis fünf Jahren wählen.

Für die oberste Maxime "Kapitalerhalt" sollten unter anderem spezielle Investmentfonds sowie bestimmte Anleihen sinnvoll sein. Im Einzelfall muss geprüft werden, ob es nicht Sinn macht, die Immobilie zu verkaufen und den Erlös steueroptimal oder in einer privaten Rentenpolice anzulegen.

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