Vorteile des Leasing

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Leasing als unternehmerischer Erfolgsfaktor

Die Nutzung eines Investitionsobjektes bringt Erträge, nicht das Eigentum daran. Juristisch betrachtet ist Leasing die "Gebrauchsüberlassung eines Investitionsgutes auf Zeit gegen Entgelt".
Dies ist die Grundidee des Leasing, mit der einst die Abkehr vom bis dahin vorherrschenden Eigentumsdenken eingeläutet wurde. Wenngleich die Leasing-Unternehmen heutzutage mit einer Vielzahl von Vertragsarten und einem breit gefächerten Angebot ergänzender Serviceleitungen am Markt präsent sind, lässt sich die komplexe Dienstleistung Leasing im Kern doch immer wieder auf diese Grundidee zurückführen. Denn faktisch stellt Leasing eine Finanzierungs-Alternative für Investitionen dar und darüber hinaus ein Instrument der strategischen Unternehmensführung. Ebenso vielfältig wie seine Erscheinungsformen sind die Vorteile des Leasing:

Leasing schafft Investitionsspielräume

Leasing bedeutet die mittel- bis langfristige Vermietung von Wirtschaftsgütern. Durch Leasing werden Investitionen ohne den Einsatz von Eigenkapital ermöglicht. Im Ergebnis hat Leasing den Effekt einer 100-prozentigen Fremdfinanzierung, während jeder Kauf i. d. R. einen bestimmten Anteil an Eigenmitteln erfordert. Jeder Geschäftsinhaber weiß jedoch dass Investitionen ohne Eigenmittel in der Kreditwirtschaft praktisch nicht angeboten werden. Leasing wird der "pay-as-you-earn-Bedingung gerecht, d. h. die monatlichen Leasing-Zahlungen können während der gesamten Mietzeit aus den Erträgen, die der Einsatz des Leasing-Gegenstandes erbringt, geleistet werden. Dadurch schont Leasing die Liquidität, lässt bestehende Kreditlinien unberührt und führt letztlich zu einer beträchtlichen Erweiterung des unternehmerischen Handlungsspielraums.

Da die Bindung an Wirtschaftsgüter, die im Leasing-Verfahren gemietet wurden, immer kürzer ist als die Bindung an gekaufte Wirtschaftsgüter, bietet Leasing die Möglichkeit, das Investitionsrisiko und das Überalterungsrisiko zu verringern.

Somit ist Leasing in den letzten Jahren zu einem festen Bestandteil unseres Wirtschaftslebens geworden. Sowohl im Mobilien-Leasing als auch beim Immobilien-Leasing werden mittlerweile beachtliche Volumen im Leasing-Verfahren vermietet. Insgesamt dürften zur Zeit Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von weit über 200.000 Mrd. Euro verleast sein. Man kann also zu Recht sagen, dass sich die Erkenntnis, dass nicht Eigentum an einem Wirtschaftsgut sonder die Nutzung des Wirtschaftsgutes Erträge bringt, durchgesetzt hat.

Positive Auswirkung auf Bilanz und Rating

Leasing-Verträge werden regelmäßig so gestaltet dass der Leasing-Geber den Leasing-Gegenstand bilanziert. Dadurch dass die Leasing-Objekte im Eigentum des Leasing-Gebers stehen, erscheinen sie beim Leasing-Nehmer ebenso wenig in der Bilanz wie die Verpflichtungen aus dem Leasing-Vertrag. Dadurch führt Leasing nicht zu einer sofortigen Belastung der Liquidität zum Zeitpunkt der Investition
Der Leasing-Nehmer muss seine verfügbaren Mittel während der Investitionsdauer nicht im Leasing-Gegenstand (also im Anlagevermögen) binden. Vielmehr ermöglicht es ihm einen anderweitigen Einsatz, z. B. in der Ausweitung seines Warenlagers.
Diese "Bilanzneutralität" führt zu einer Verbesserung wichtiger Bilanzrelationen, insbesondere der Eigenkapitalquote, was mit Blick auf Basel II noch an Bedeutung gewinnt.
Die Bilanzneutralität wirkt sich positiv auf das Rating aus, dem sich Kredit suchende Unternehmen unterziehen müssen, ermöglicht dadurch mitunter überhaupt erst die Einbindung von Kreditmitteln in den Finanzierungsmix und senkt in jedem Fall die Fremdkapitalkosten.

Verlässliche Kalkulationsgrundlage bei optimiertem Kostenverlauf

Die Kostenbelastung durch Leasing-Raten ist über die gesamte fest vereinbarte Grundmietzeit hinweg sicher kalkulierbar; jegliche Auswirkungen von Veränderungen bei den Rahmenbedingungen (z. B. Zinsniveau) können ausgeschlossen werden. Der zeitliche Kostenverlauf lässt sich unter Berücksichtigung des erwarteten Ertragsverlaufs gestalten, z. B. durch die Vereinbarung nichtlinearer Ratenverläufe, was eine Optimierung des Erfolgsausweises in der Gewinn- und Verlustrechnung ermöglicht. Dabei sind Leasing-Raten steuerlich voll abzugsfähiger Aufwand, wobei auch keine Hinzurechnung zur Bemessungsgrundlage der Gewerbesteuer erfolgt.

Flexibilität durch individuelle Vertragsgestaltungen

Leasing garantiert eine Vertragsgestaltung, die sowohl den Bedürfnissen des Unternehmens als auch der Wertentwicklung des Investitionsobjekts gerecht wird. Sowohl bei den Vertragslaufzeiten als auch bei der Festlegung der Endschaftsmodalitäten dominiert maximale Flexibilität. Kauf- und Mietverlängerungsoptionen können ebenso vereinbart werden wie Beteiligungen des Leasing-Nehmers am Erfolg der Verwertung des Leasing-Objekts nach Beendigung des Leasing-Vertrages. Da Leasing von vornherein eine zeitliche Befristung vorsieht, können veraltete Investitionsobjekte schneller und einfacher durch neue, dem technischen Fortschritt folgende ersetzt werden.

Zeit- und Kostenoptimierung durch begleitende Serviceleistungen

Besonders interessant wird Leasing in Verbindung mit zusätzlichen Dienst- und Serviceleistungen. Von Wartungsarbeiten über Versicherungsleistungen bis hin zum Full-Service-Vertrag (z. B. im Pkw-Flotten-Leasing und im EDV-Leasing) reicht die Palette im Mobilien-Leasing und auch im Immobilien-Leasing sind Planungs-, Projektsteuerungs- und Facility-Managementleistungen gang und gäbe. Für die Unternehmen bietet Leasing somit die Möglichkeit zum umfassenden Outsourcing vieler mit der Investition verbundenen Funktionen.

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