Fläche sparen

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Kleinere Räume vorsehen

Eine Möglichkeit, die Gesamtfläche des Hauses (und damit die Baukosten) zu verringern, ist die Verkleinerung von Räumen.
Achten Sie bei der Planung auf die spätere Möblierung der Räume. Durch eine geschickte Anordnung der Möbel muss die Nutzbarkeit eines kleineren Raumes nicht eingeschränkt sein.

Entscheidend für die Stellmöglichkeiten der Möbel sind der Zuschnitt des Raumes (Nischen und Schrägen sind oft nicht nutzbar), die Lage der Fenster und Türen, aber auch die Anordnungen von Heizkörpern, Schaltern und Steckdosen. Auch Dachschrägen beeinträchtigen die Stellmöglichkeiten.

Eine durchdachte Grundrissplanung beugt außerdem Änderungen während der Bauphase vor. Wenn der Rohbauer Wände herausschlagen und versetzen muss, ist das nicht nur fehler-, sondern auch kostenträchtig. Auch werden dadurch Angebote zu Makulatur. Diese Zusatzkosten sind im Prinzip nicht mehr verhandelbar und bergen das Risiko "großzügiger" Abrechnung zum Vorteil des Unternehmens.

Flure zu Wohnflächen machen

Weniger Gesamtfläche im Haus bedeutet nicht weniger Wohnkomfort. Sparen Sie dort an Fläche, wo diese am wenigsten genutzt wird - bei den Fluren und den Dielen. Diese Flächen (so genannte "Verkehrsflächen") sind verschenkt, wenn sie nur zum Durchgehen genutzt werden.
Es gibt eine Alternative: binden Sie diese Flächen in die Wohnräume ein. Machen Sie aus der Diele die Wohndiele und integrieren z. B. die Treppe zum Dachgeschoss in den Wohnraum.

Verkehrsflächen klein halten

Wenn sich die Flure und Treppen nicht den Wohnflächen zuschlagen lassen (oder wenn Sie dieses nicht wünschen), sollten Sie bei der Grundrissgestaltung darauf achten, dass die Verkehrsflächen möglichst klein gehalten werden. Nicht selten beanspruchen diese Flächen bis zu 20 % der Gesamtwohnfläche. Durch eine geschickte Anordnung der Räume lässt sich hier eine Menge einsparen.
Ein Architekt kennt die Möglichkeiten und hilft Ihnen gerne.

Kostengünstige Treppen wählen

Es gibt einfache und sehr aufwändige Treppen. Letztere kosten zuweilen das Zehnfache einer einfachen Treppe. Deshalb gibt es auch hier große Einsparmöglichkeiten.

Bequem und zugleich am kostengünstigsten ist eine einläufige Treppe, die ohne Krümmung und ohne Zwischenpodest von einem Stockwerk zum nächsten führt. Gewendelte oder gar mehrfach gewendelte Treppen müssen genau eingepasst werden und sind deshalb nicht selten Einzelanfertigungen. Der Einbau erfolgt von einem erfahrenen Treppenbauer, der viel Geld kostet.

Grundstückslage prüfen

Der Ausblick von einer Hanglage ist faszinierend und schön: Doch je größer der Höhenunterschied auf dem Grundstück ist, um so mehr Kosten entstehen für zusätzliche Stützungsmaßnahmen und Treppen.
Die Hanglange begünstigt allerdings den Bau eines für Wohnzwecke nutzbaren Kellergeschosses.
Ein entscheidender Kostenpunkt ist die Höhenlage der Kanalisation. Liegt diese höher als der unterste Punkt der Abwasseranlage im Keller, sind zusätzliche Pumpen bzw. Hebeanlagen erforderlich.

Nur so groß wie nötig

Kosten optimiertes Bauen heißt Sparen an der Fläche: am Bauplatz ebenso wie an der Wohnungsgröße.
Wenn Sie statt eines 800m²-Areals nur ein Baugrundstück von 500 m² kaufen, spart das bei einem Quadratmeterpreis von 150 € rund 45.000 €. Wenn Sie keinen großen Nutzgarten anlegen wollen, dann reichen auch 400 m² für ein freistehendes Einfamilienhaus aus. Das muss nicht bedeuten, dass Sie Ihrem Nachbarn "dicht auf die Pelle rücken". Es gibt planerisch und gestalterisch gute Möglichkeiten, das eigene Grundstück vor den Blicken anderer zu schützen.

Bei größeren Grundstücken lohnt sich die Überlegung einer Teilung. Wenn Sie mit anderen Bauherren gemeinsam ein Doppelhaus oder drei Reihenhäuser bauen, dann sparen Sie Grundstückskosten und zusätzlich Erschließungskosten. Eine andere Variante: Sie bauen mit mehreren Bauherren zusammen auf einem größeren Grundstück, das erlaubt eine günstige Anordnung der eng stehenden Einzelhäuser um einer gemeinschaftliche Freifläche herum.

Baugrund prüfen

Vor dem Kauf ist ein Grundstück genauestens zu prüfen - vor allem, wenn es sich um ein besonders günstiges Angebot handelt. Verlangen Sie vom Verkäufer ein Bodengutachten. Liegt ein solches nicht vor, sollten Sie zur eigenen Sicherheit selbst einen Gutachter beauftragen oder vom Kauf Abstand nehmen.
Ein Bodengutachten ist notwendig, um z. B. die Tragfähigkeit des Bodens zu beurteilen. Reicht diese nicht aus, muss möglicherweise der Boden ausgetauscht werden, was hohe Kosten verursacht.
Auch ein hoher Grundwasserstand erhöht die Baukosten, denn dann muss der Keller aus wasserundurchlässigem Beton ("Weiße Wasse") gebaut werden.

Verseuchte Böden sowie Grundstücke, auf denen Gewerbe- und Hausmüll oder Bauschutt vergraben liegen, sind keine Seltenheit. Deshalb: Lassen Sie im Zweifel vor dem Kauf ein Bodengutachten erstellen. Spätere Bodensanierungen würden Ihnen leicht das Hundertfache der dafür aufgewendeten Summe kosten.

Bauland pachten

Sparen können Sie auch, wenn Sie das Bauland nicht kaufen, sondern vom Eigentürmer auf lange Sicht pachten.
Städte, Gemeinden, Kirchen oder Stiftungen verkaufen die Nutzungs- und Bebauungsrechte. In der Regel dauert ein solcher Erbpachtvertrag 99 Jahre.
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