Infrastruktur-Fonds

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Rendite durch wichtige Infrastrukturprojekte

Die öffentliche Hand hat eine neue Möglichkeit der Finanzierung öffentlicher Projekte entdeckt und sorgt damit für Wachstum einer Anlageklasse, die bei deutschen Investoren bislang nur ein Randthema war: die Finanzierung von Infrastruktur.

 

Von Interesse sind für Anleger alle Arten öffentlicher Projekte wie Straßen- und Brückenbau, der Bau von Flughäfen, Krankenhäuser oder Schulen. Aber auch Pipelines für Wasser und Gas oder der Bau neuer Kraftwerke. Potenzial ist weltweit vorhanden, denn allein Reparatur- und Modernisierungskosten von Schulen und des Straßensystems betragen Billionen von Euro.

Zwei Gruppen wichtiger Infrastrukturprojekte

Im Wesentlichen gibt es zwei große Gruppen mit Finanzierungsbedarf:

  1. Nutzerentgelt finanzierte Projekte und
  2. soziale Projekte

Bei Infrastruktur-Fonds stellen die Investoren in Zusammenarbeit mit den Kommunen die Finanzierung und verdienen dann an den Nutzungsentgelten für die bereitgestellte Infrastruktur. Wer beispielsweise in den Bau einer Gaspipeline investiert, verdient anschließend an den Entgelten für die Durchleitung des Gases. Auch im privaten Straßenbau wird nach Fertigstellung beispielsweise einer Autobahn anschließend an den Mautgebühren verdient.

Bei sozialen Projekten wird in Schulen, Universitäten oder Krankenhäuser investiert. Der (öffentliche) Nutzer zahlt dann Miete oder Leasinggebühren an den Investor, der daraus seine Einnahmen und Rückflüsse aus dem Investment erhält.

Allerdings bieten die Gruppen nicht dasselbe Renditepotenzial, weil diese Projekte vergleichsweise kurze Laufzeiten ausweisen. Soziale Projekte bieten zudem weniger Raum für Effiziensgewinne, Inflationsschutz oder zusätzliche Fremderträge. Dagegen bietet eine nutzerfinanzierte Infrastruktur eine große Bandbreite verschiedener Risiko-Rendite-Kombinationen.

Drei Arten von Risiken

Den Infrastrukturprojekten stehen drei Arten von Risiken gegenüber:

  • das politische Risiko, abhängig von der politischen Stabilität des Ziellandes,
  • das rechtliche Risiko, da die meisten Infrastrukturprojekte staatlicher Regulierung unterliegen, und
  • einem Entwicklungsrisiko, da die finanzierten Projekte kaum für einen alternativen Gebrauch umzurüsten sind.

Dabei gibt es zwei Gruppen mit unterschiedlichem Risiko-Ertragsprofil: Einerseits gilt es, neu zu erschließende Projekte zu finanzieren, deren Einnahmestruktur nicht genau vorhersehbar ist. Und solche Projekte wie Straßen- und Flughafenbau, die ein niedrigeres Risiko darstellt, gegenüber einem neu zu erschließendes Projekt.

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