Arbeitszeitkonten

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Ihr Unternehmenserfolg beruht auf Weitsicht! Arbeitszeitkonten helfen Ihnen dabei!

 

Sie erinnern sich an die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 / 2009? .....als Hunderttausenden von Arbeitnehmern die Arbeitslosigkeit und Tausenden von Betrieben die Pleite drohte?

 

Abgefedert wurden die Folgen einer der größten Krisen, die unser weltweites Finanz- und Bankensystem je erlebt hat, insbesondere durch Arbeitszeitkonten im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung. Arbeitnehmer konnten beschäftigt bleiben und für den Arbeitgeber entfiel die aufwändige Suche nach neuen qualifizierten Mitarbeitern am Ende der Krise.

Zwei Jahre später, also 2011, boomt die deutsche Wirtschaft und Unternehmen konnten weiterhin auf ihre bewährten und eingearbeiteten Fachkräfte bauen. Jetzt, im Angesicht der Katastrophe in Japan, wird die Wirtschaft wegen ausbleibender Ersatz- und Bauteile erneut auf die Probe gestellt und Arbeitszeitkonten werden das in sie gelegte Vertrauen erfüllen müssen.

Arbeitszeitkonten für ein flexibles Arbeitsleben

Die Thematik der Flexibilisierung von Arbeitszeit spielt in der Wirtschaft seit der Finanzkrise 2008/2009 eine immer größere Rolle. Gerade in Zeiten, in denen die Auslastung der Unternehmen durch die konjunkturelle Situation oder wirtschaftliche Zwänge nicht voll ausgeschöpft wird, gewinnt die Anpassung der personellen Kapazitäten für den Arbeitgeber an Bedeutung.
Dabei bieten Arbeitszeitkonten für den Arbeitgeber ein weiteres Personalsteuerungsmodell und für den Arbeitnehmer attraktive Vorteile der persönlichen Lebensplanung und Vorsorge.

 

Das Prinzip ist einfach: Wer möchte, arbeitet mehr als er eigentlich per Vertrag müsste. Diese Mehrarbeit kann man auf einem Arbeitszeitkonto ansparen und je nach Bedarf wieder abbuchen.

Verwenden lassen sich solche Konten entweder als Zeit- oder als Geldpolster. Beim Ausgleich durch Vergütung bekommt der Beschäftigte den Gegenwert der angesammelten Mehrarbeit bar ausbezahlt, oder der Wert wird in die betriebliche Altersvorsorge einbezogen.

Die zweite Möglichkeit ist, die angesparte Arbeit durch Freizeit oder Vorruhestand auszugleichen. Es sind nämlich auch so genannte Lebensarbeitszeitkonten erlaubt - nach dem "Gesetz zur sozialrechtlichen Absicherung flexibler Arbeitszeitregelungen" von 1998.

Grundsätzlich geeignet sind Zeitkonten für Beschäftigte, die bis zum Ruhestand stufenweise weniger arbeiten möchten und zugleich Einkommen abgabenfrei verlagern wollen. Tarifverträge mit Regelungen zu Arbeitszeitkonten gibt es schon für deutlich über 70 Branchen. Praktiziert werden sie zumeist in Betrieben mit mehr als 100 Mitarbeitern.

Die Einrichtung von Zeitkonten ist grundsätzlich nur eine Kann-Regelung. Die Einführung liegt allein im Ermessen der Unternehmensleitung.

Kündigung und Jobwechsel sind mit einem Konto kein Problem: Bevor man aus dem Betrieb ausscheidet, muss der Wert in Freizeit oder Geld ausbezahlt werden. Im Todesfall des Beschäftigten hingegen ist der Wert des Kontos sogar beerbbar (§ 1922 Abs. 1 BGB).

Diese Zeitkonten-Modelle gibt es:

  • Kurzzeitkonten,
    Im Hinblick auf den Umfang eines Arbeitszeitkontos, seinen Zweck und seine Zielrichtung, ist zwischen Lang- und Kurzzeitkonten zu unterscheiden.
    Kurzzeitkonten haben primär den Zweck, Beschäftigungsschwankungen aufzufangen und auszugleichen. Mit der Anwendung eines solchen Arbeitszeitkontensystems kann in besonders effizienter Weise auf die sich ständig ändernde jeweilige betriebliche wie auch saisonale und wirtschaftliche Lage reagiert werden. Kurzzeitkonten gewährleisten, dass Arbeitszeiten, die - in positiver oder in negativer Hinsicht - von der vertraglich vorgesetzten Regelarbeitszeit abweichen, auf dem Konto verbucht und innerhalb des festgesetzten Zeitraums ausgeglichen sein müssen. Dadurch wird die Flexibilisierung der Arbeitszeit erreicht, ohne dass es zu einer Verlängerung oder Verkürzung der Arbeitszeit kommt.
    Kurzzeitkonten beziehen sich schon dem Wortlaut nach nur auf einen relativ kurzen Zeitraum (z.B. 12 Monate). Der Abbau solcher Kurzzeitkonten erfolgt dann schließlich durch die Gewährung von einzelnen freien Stunden oder Tagen.
  • Langzeitkonten,
    Die Zielsetzung von Langzeitkonten ist dagegen eine gänzlich andere. Auf ihnen soll ein umfangreiches Arbeitszeitguthaben angesammelt werden, aus dem sich dann z.B. die Möglichkeit ergeben kann,
    • sich für einen längeren Zeitraum aus der Arbeitswelt zurückzuziehen,
    • eine zeitintensive Familienphase einzulegen oder
    • - u.U. verbunden mit einer Altersteilzeitregelung - in den vorgezogenen Ruhestand zu gehen.

    Während es also bei den Kurzzeitkonten darum geht, Abweichungen von der vertraglichen Regelarbeitszeit zu erfassen und auszugleichen, werden auf Langzeitkonten Freistellungsansprüche der Mitarbeiter festgehalten, die neben abgeleisteter Mehrarbeit auch aus anderen betrieblichen Leistungen, wie in gewissen Grenzen z.B. aus Urlaubsansprüchen resultieren können.
    Im Hinblick darauf, dass für die Zielsetzung des Langzeitkontos ein großes Zeitguthaben angesammelt werden muss, das z.B. mehrere tausend Stunden betragen kann, sind für solche Konten auch extrem lange Laufzeiten von 20 bis 30 Jahren anzunehmen. Dem primären Ziel der Flexibilisierung der Arbeitszeit, insbesondere die Anpassung derselben an die betrieblichen oder saisonalen Bedürfnisse, kann somit eher die Anwendung eines Kurzzeitkontenmodells gerecht werden.

  • Bandbreiten-Modelle,
    Mitarbeiter und Unternehmen vereinbaren innerhalb einer bestimmten Bandbreite immer wieder neu - beispielsweise jährlich - ihre Arbeitszeit. Die Vergütung orientiert sich an diesen Arbeitszeiten.
  • Verknüpfung von Mehrarbeit und Altersvorsorge
    Das ist de facto eine Kombination aus Zeitkonten und betrieblicher Altersversorgung. wie bei einem Zeitkonto arbeitet der Beschäftigte mehr als vertraglich vereinbart. Allerdings werden ihm die mehr geleisteten Stunden nicht auf einem Konto gutgeschrieben, sondern in einen Anspruch auf betriebliche Altersversrogung umgewandelt. Verwendet werden können die Leistungsansprüche, um:
    • vorzeitigen Ruhestand zu finanzieren,
    • bei einem vorgezogenen Ruhestand Abschläge in der gesetzlichen Rentenversicherung auszugleichen,
    • um die bestehende betriebliche Altersversorgung zu verbessern.

    Arbeitszeitkonten erlauben den Ausstieg frühestens ab dem 55. Geburtstag. Günstig dabei ist, dass die Arbeitszeitkonten steuerneutral seit Februar 2000 in eine betriebliche Altersversorgung übergeleitet werden, falls dazu eine Betriebsvereinbarung vorliegt.

    Der Reiz liegt für gut verdienende Arbeitnehmer darin, dass Zeit und / oder Gehalt vor Steuern in die Zukunft verlagert werden. Es erfolgt also eine nachgelagerte Besteuerung erst in dem Moment, wo sie die Leistung tatsächlich erhalten. der Mitarbeiter kann also heute auf Leistungen verzichten, um sie später einzufordern. Unter verschiedenen Varianten ist das so genannte Partizipationsmodell ideal:
    Das Arbeitszeitkonto wird in Geld geführt. Das vor Steuern aus Bruttolohn eingebrachte Kapital wird vollständig in Investmentfonds investiert. Der Mitarbeiter wählt einen Fonds für sich aus und trägt das Anlagerisiko.

    Solche Freizeit- oder Geldansprüche lassen sich gegen Verlust bei Firmenkonkurs absichern: durch Bankbürgschaft, Einzahlung in einen Treuhandfonds oder Verpfändung von Betriebsvermögen.

Sie haben Fragen? Dann stehen wir Ihnen für Fragen gerne zur Verfügung.



verwendetes Original-Photo:

cybercrisi - Fotolia.com
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