gesetzlicher Kinder-Unfallschutz

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. . . maximal 268,33 € bei einer 50-prozentigen Invalidität!

Wenn Kinder einen Unfall im Kindergarten, in der Schule oder auf dem direkten Hin- und Rückweg dorthin erleiden und bleibende Schäden davon tragen, tritt die gesetzliche Unfallversicherung ein.

Bleibt ein Kind nach einem Unfall Invalide, was z. B. einen behindertengerechten Umbau der Wohnung bedeutet oder später ein auf die Behinderung ausgerichtetes Auto angeschafft werden muss, kostet das sehr viel Geld. Die gesetzliche Unfallversicherung trägt diese Kosten nicht und bietet gerade bei schweren Unfällen nur unzureichende Leistungen.

Ein 14-jähriges Kind in den alten Bundesländern erhält bei einer 50-prozentigen Minderung der Erwerbstätigkeit derzeit (in 2004) lediglich 268,33 € monatliche Rente aus der gesetzlichen Schülerunfallversicherung - in den neuen Bundesländern sogar noch weniger (225,56 €)

Umfang der gesetzlichen Schülerunfallversicherung

Für Schüler/innen der staatlichen und privaten Schulen besteht bei Schulunfällen ein kostenloser gesetzlicher Unfallversicherungsschutz. Die gesetzliche Schülerunfallversicherung ist Ländersache. Daher verweisen wir an dieser Stelle auf die gesetzlichen Regelungen an dem Ort, wo sich Ihre Wohnung bzw. die Schule oder Kindergarten befindet.

Grundsätzlich sind die Regelungen weitestgehend gleich. Versichert ist demnach

  1. der gesamte Unterricht mit den üblichen Pausenzeiten, den eventuell anfallenden Hohlstunden und den sonstigen schulischen Veranstaltungen (etwa die Kernzeitbetreuung direkt vor oder nach dem Unterricht)
  2. der Schulweg sowie der Weg von und zu sonstigen schulischen Veranstaltungen. Zu den versicherten sonstigen schulischen Veranstaltungen gehören u.a.
    • Wanderungen
    • Lerngänge
    • Jahresausflüge
    • Schullandheimaufenthalte
    • Betriebsbesichtigungen
    • Betriebserkundungen
    • Betriebspraktika
    • Sportveranstaltungen wie:
      • Sommer-/Winterbundesjugendspiele,
      • Schulsporttage,
      • Schwimmbadbesuche,
      • "Jugend trainiert für Olympia")
    • Tätigkeiten in der Schülermitverantwortung
      • auf dem Schulgelände
      • außerhalb des Schulgeländes
        (bei Zustimmung durch den Schulleiter)

Grundsatz
Die Schüler/innen verlieren den Versicherungsschutz, wenn sie das Schulgelände während der Unterrichtszeit unerlaubt verlassen.

Die gesetzliche Invaliditätsabsicherung ist unzureichend

Voraussetzung ist dann aber noch, dass es sich um einen der oben genannten Unfälle gehandelt hat. Demnach gibt es für Babys, Kleinkinder und Jugendliche ohne Schul- oder Berufsausbildung keinerlei Unfallschutz. Und weil ein Großteil der Unfälle mit Kindern im Heim und Freizeitbereich geschehen, fehlt der gesetzliche Versicherungsschutz meist völlig.

Seit dem 01.01.2001 ist der gesetzliche Schutz bei Berufsunfähigkeit deutlich gesenkt worden. Auf unserer Homepage erhalten Sie über dieses Thema weitere ergänzende Informationen

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