Grundfähigkeitsversicherung

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Ersatzleistung bei Verlust elementarer Fähigkeiten

Nach dem ersten Schrei folgt irgendwann das erste Lächeln und Sie sagen "Hallo" zum neuen Erdenbürger und zum neuen Leben als Eltern.

Das Kind wird älter und somit erhöhen sich im Alltag die Gefahrenmomente, Risikopotentiale und finanziellen Anforderungen.

Die Kosten für die Heilung von Krankheiten werden von der Krankenversicherung übernommen. Doch was ist mit möglichen langfristigen Folgen wie etwa eine Behinderung? Sie kann durch einen Unfall ebenso herbeigeführt werden wie durch eine Krankheit.

Wenn Ihr Kind vom Baum fällt und sich ernsthaft verletzt und die schlimmen Auswirkungen sein Leben lang spürt?

Da lohnt es sich, darüber nachzudenken, Kinder gegen Folgen von Unfällen oder Erkrankungen konsequent abzusichern. Eine monatliche Rente zu erhalten, wenn Ihr Kind den Verlust von elementaren Fähigkeiten wie Hören, Sehen, Gehen und viele weitere schwere Beeinträchtigungen zu beklagen hat.

Der Vorteil bei Kindern liegt in der vereinfachten Gesundheitsprüfung. Die Police läuft auch nach der Volljährigkeit des Kindes weiter, selbst wenn dieses später einem Beruf nachgeht.

Einstufung analog der gesetzlichen Pflegeversicherung

Grundsätzlich richtet sich die Ersatzleistung nach den vertraglichen Vereinbarungen. Eine Leistung wird erbracht, wenn eine vorher definierte Beeinträchtigung über einen bestimmten Zeitraum hinweg ununterbrochen besteht. Dabei richtet sich der Eintritt und die Höhe der Leistung nach den Beeinträchtigungen des Kindes in Folge von Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfall aufgrund ärztlicher Beurteilung.

Eine Beeinträchtigung wird ebenso anerkannt, wenn Ihrem versicherten Kind in der gesetzlichen oder in einer diese ersetzenden privaten Pflegeversicherung Pflegestufe II oder III (nach dem Stand im Jahre 2003) zuerkannt wurde.

Bei der Ersatzleistung durch den Versicherer gibt es sogenannte "Fähigkeitenkataloge für Kinder", die Voraussetzung für die Leistung sind (siehe beispielhafte Auflistung). Dort werden die Fähigkeiten dargestellt, die ein Kind nicht oder teilweise nicht verrichten kann.

Beispiel:

  • Arme bewegen
    Das versicherte Kind kann nicht allein eine Jacke anziehen und benötigt Hilfe. Die Fähigkeit, die Jacke öffnen oder schließen zu können ist nicht erforderlich.
  • Gehen
    Das versicherte Kind ist unfähig, eine bestimmte Entfernung (z. B. 200 m) über einen ebenen Boden gehend zurückzulegen, ohne anzuhalten und sich abstützen oder setzen muss.
  • Greifen
    Das versicherte Kind ist mit keiner Hand in der Lage, eine Flasche mit Schraubverschluß zu öffnen.
  • Hände gebrauchen
    Das versicherte Kind ist mit keiner Hand in der Lage, einen Schreibstift zu benutzen und eine Tastatur zu bedienen.
  • Heben und Tragen
    Das versicherte Kind ist mit keiner Hand in der Lage, einen Gegenstand von bestimmtem Gewicht (z. B. 2 kg) von einem Tisch zu heben und es eine vorher bestimmte Strecke (z. B. 5 m) weit zu tragen.
  • Hören
    Das versicherte Kind kann keine Geräusche wahrnehmen.
  • Knien oder Bücken
    Das versicherte Kind ist nicht in der Lage, sich niederzuknien oder soweit zu bücken, um einen leichten Gegenstand vom Boden aufzuheben und sich dann wieder aufzurichten.
  • Sehen
    Das versicherte Kind ist auf beiden Augen blind. Die Restsehkraft darf nicht mehr als z. B. 2/50 der normalen Sehfähigkeit betragen.
  • Sich orientieren
    Das versicherte Kind ist nicht fähig, sich zeitlich, örtlich und zur eigenen Person zu orientieren.
  • Sitzen
    Das versicherte Kind ist unfähig, sich eine bestimmte Zeit (z. B. 20 Minuten) lang auf einem Stuhl ohne Armlehnen zu sitzen.
  • Sprechen
    Das versicherte Kind ist unfähig zu sprechen und nicht fähig, irgendein verständliches Wort auszusprechen.
  • Stehen
    Das versicherte Kind ist unfähig, eine bestimmte Zeit (z. B. 10 Minuten) lang zu stehen, ohne sich abzustützen.
  • Treppen steigen
    Das versicherte Kind ist nicht in der Lage, eine definierte Treppe (z.B. mit 12 Stufen) hinaus- oder hinabzugehen, ohne eine Pause zu machen oder sich an dem Treppengeländer festzuhalten. Die Pause darf eine Mindestlänge nicht überschreiten (z. B. 1 Minute).
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