Wohnortcheck

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Sie wollen bauen? Oder sich ein Haus in der Stadt kaufen?

Wenn Sie ein passendes Objekt gefunden haben, gilt es die Rahmenbedingungen abzuklopfen:

Erkundigen Sie sich nach Schulen, Kindergärten, Ärzten.
Wo sind Post, Bank und Apotheke?
Gibt es einen Spielplatz gleich um die Ecke und kann der Nachwuchs auch zu Fuß oder mit dem Rad losgeschickt werden?
Gibt es Kirchengemeinden, Sozialstationen, ein Krankenhaus?
Kann der Sprössling auch noch im kommenden Jahr im Ort zur Schule gehen oder ist eine längere Busfahrt nötig?

Der Freizeitwert einer Wohngegend hängt auch von ihren Sportanlagen ab. Gibt es Freibad, eine Schwimmhalle, Tennisplätze oder ganz allgemein Grünanlagen und Parks? Anderen wiederum ist statt dem nahe gelegenen Waldstück ein Kino, Theater oder die Disco wichtiger.
Testen Sie die Umgebung auch auf zuviel Verkehr. Kommen Sie nicht am Sonntag, schauen Sie auch mal unter der Woche bei dem Kaufobjekt vorbei. Womöglich zeigt sich die scheinbar ruhige Anliegerstraße dann plötzlich als stark befahrene Abkürzung auf dem Weg zu einem großen Arbeitgeber der Region.

Nutzen Sie auch unseren Download-Service. Für Ihre Unterlagen können Sie das PDF-Formular Wohnortcheck (47 kb) downloaden.

Gesundheit und Klima

Wer in die City ziehen will, sollte sich im Rathaus nach einer klimatologischen Karte erkundigen. Großstädte verzeichnen Kaltluftschneisen und besonders durch Smog gefährdete Gebiete. Vorsicht auch vor Giften: Längst verboten, aber immer noch allgegenwärtig ist der Baustoff Asbest. In Altbauten ist er zu finden in der Dachdeckung, an Fassadenverkleidungen, sogar als Unterlage von PVC-Böden in Küche und Bad verbergen sich Asbest-Reste: Beim Kauf alter Bausubstanz also unbedingt den Verkäufer dazu befragen.
Auch allerlei chemische Lösungsmittel können die Gesundheit beeinträchtigen: Bei üppigem Ausbau mit Holz im Bestand ist besondere Vorsicht geboten. Noch vor wenigen Jahren wurden giftige Holzschutzmittel auch üppig in Innenräumen eingesetzt. Auch hier gilt: fragen! Im Zweifelsfall gibt eine Raumluftanalyse Aufschluss.


Erfragen lässt sich auch der Nitratgehalt des Trinkwassers, nämlich beim örtlichen Wasserversorger. Dort weiß man auch den Härtegrad des Wassers. Eine veraltete Installation mit Bleirohren kann das Trinkwasser verseuchen.


Auch die frühere Nutzung eines Grundstücks beziehungsweise Bauplatzes muss geklärt werden. Eine späte Entdeckung von Altlasten kann teuer werden.


Nicht nur alte oder gegenwärtige Umweltrisiken sollten beachtet werden, auch geplante Objekte müssen berücksichtigt werden. Ansprechpartner sind die öffentlichen Verwaltungen, aber auch Nachbarn. Eine Sondermüllverbrennungsanlage in der Nähe oder Mobilfunkantennen auf dem Dach des Nachbarhauses kann den Wert Ihres eben gekauften Hauses oder Grundstücks drastisch reduzieren. Und dabei ist es unerheblich, ob so ein Schlot nun tatsächlich Dioxine ausstößt oder nicht - im Zweifelsfall spricht der Immobilienmarkt eine klare Sprache. Erkundigen Sie sich auch bei der Gemeinde, ob eventuell eine neue Verkehrsführung geplant ist, die den Wert Ihres künftigen Grund und Bodens beeinträchtigt.

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