Grundstückslasten

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Rundstücke können mit Lasten belegt sein. Man unterscheidet zwischen privaten, öffentlichen und Baulasten.


  • Öffentliche Lasten:
    Grundsteuer, Wasserzins, Kaminkehrerabgaben und Beiträge zur Flurbereinigung sind öffentliche Lasten. Da mit diesen Lasten grundsätzlich zu rechnen ist, besteht für den Notar darüber keine Belehrungspflicht.

  • Baulasten
    sind Lasten, die der Eigentümer bei der Bebauung eines Grundstückes beachten muss, wie zum Beispiel die Verpflichtung gegenüber der Gemeinde, Feuerwehrzufahrten oder den Weg zu Hydranten frei zu halten. Nachbarn, deren Grundstück nicht direkt an der Straße liegt, haben manchmal ein Wegerecht in Form einer Baulast: festgehalten wird ihr Recht, ein fremdes Grundstück zu überqueren, um ihr eigenes zu erreichen. Baulasten werden zwischen den Nachbarn oder mit der Gemeinde vereinbart, im Baulastenverzeichnis festgehalten und gehen nicht aus den Eintragungen des Grundbuches hervor. Die Löschung ist nur möglich, wenn an ihnen kein öffentliches Interesse mehr besteht. Die Aufnahme einer Baulast ist sinnvoll, wenn dadurch die Bebaubarkeit eines Grundstückes ermöglicht wird, zum Beispiel Abstandsflächen auf das Nachbargrundstück umgelegt werden können.

  • Private Lasten
    sind im dritten Teil des Grundbuchblattes verzeichnet. Dabei handelt es sich um Hypotheken oder andere finanzielle Belastungen, die auf dem Grundstück liegen. Diese Art von Lasten hängen fest mit dem Grundstück zusammen, und sind nicht an die Person gebunden, die sie aufgenommen hat. Bei einem Kauf sollte darauf geachtet werden, dass das Grundstück in dieser Hinsicht lastenfrei ist. Ungetilgte private Lasten gehen sonst mit dem Stück Land auf den neuen Eigentümer über.

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