notarieller Kaufvertrag

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Der Erwerb von Grund und Boden beziehungsweise Immobilien erfolgt in drei Stufen:

  1. Abschluss des Kaufvertrages,

  2. Auflassung,

  3. Eintragung ins Grundbuch

Der Kauf eines Grundstückes oder Hauses muss nach Paragraf 313 BGB von einem Notar beurkundet werden. Er formuliert und gestaltet als unparteiischer und unabhängiger Rechtskundiger den Kaufvertrag und ist verpflichtet, die Beteiligten über die rechtliche Tragweite des Geschäftes zu belehren.
Er holt Informationen über das Grundstück, dessen Erschließungszustand und die Grundbucheintragungen bei der Gemeinde ein.

Bei Vertragsabschluss kann er die Kaufsumme auf einem Treuhänderkonto als Sicherheit für beide Vertragspartner verwahren, bis der neue Eigentümer als solches im Grundbuch eingetragen ist. Die Grundbuchänderung wird ebenfalls über den Notar beim Amtsgericht veranlasst. Die Notargebühr beträgt ein Prozent der Kaufsumme.

Trotz Belehrungspflicht des Notars ist es für den Käufer von Vorteil, sich selbst zu informieren, um bei der Gestaltung relevanter Vertragspunkte mitreden zu können. Letztlich bringt der Notar die Vereinbarungen zwischen den beiden Vertragspartnern nur in eine rechtlich korrekte Form. Bauherren, die auf Nummer sicher gehen wollen, lassen die Vertragsbestimmungen vor der Unterzeichnung von einem Anwalt ihrer Wahl prüfen.


Im notariellen Kaufvertrag werden der Kaufpreis, die auf dem Grundstück liegenden privaten Lasten und damit verbundene Verpflichtungen aufgeführt. Die genaue Lage, Größe und Wirtschaftsart des betreffenden Grundstückes müssen ebenfalls definiert sein. Der Zeitpunkt der Auflassung wird im Kaufvertrag festgelegt. Darunter ist die Erklärung beider Vertragspartner, dass das Grundstück auf den Käufer übergehen soll, zu verstehen. Durch eine Auflassungsvormerkung versichert sich der Erwerber, dass das Grundstück nicht an Dritte veräußert wird, bevor es zur Auflassung kommt.


Ein Verkauf ist erst dann wirksam erfolgt, wenn der neue Besitzer im Grundbuch eingetragen ist. Im Grundbuch sind alle Angaben über Gutsbestand, Eigentümer und Lasten verbindlich festgelegt.
Voraussetzung für die Eintragung ist die Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Finanzamt, die an die Zahlung der Grunderwerbssteuer gekoppelt ist. Diese liegt bei 3, 5 Prozent des Kaufpreises und ist vom Käufer zu entrichten.
Wichtig ist der Zahlungszeitpunkt. Sind keine anderweitigen Vereinbarungen getroffen, erfolgen Zahlung und Übergabe des Grundstückes nach der Eintragung des neuen Besitzers ins Grundbuch.

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