Allg. Bedingungen für die Bauwesenversicherung von Unternehmerleistungen (ABU)

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§ 17 Obliegenheiten des Versicherungsnehmers

  1. Der Versicherungsnehmer hat dem Versicherer unverzüglich schriftlich anzuzeigen:
    1. nachträgliche Erweiterungen des Bauvorhabens (§ 5 Nr. 1);
    2. wesentliche Änderungen der Bauweise;
    3. wesentliche Änderungen des Bauzeitplanes;
    4. wesentliche Änderungen des Bauvertrages;
    5. eine Unterbrechung der Bauarbeiten gemäß 5 2 Nr. 3 d.
  2. Die gesetzlichen Bestimmungen über Gefahrenerhöhungen (§§ 23 ff. VVG) bleiben unberührt.
  3. Bei Eintritt eines Versicherungsfalles hat der Versicherungsnehmer
    1. den Schaden dem Versicherer unverzüglich schriftlich, nach Möglichkeit telegraphisch oder fernschriftlich, anzuzeigen;
    2. den Schaden nach Möglichkeit abzuwenden oder zu mindern und dabei die Weisungen des Versicherers zu befolgen; er hat, wenn die Umstände es gestatten, solche Weisungen einzuholen;
    3. das Schadenbild nach Möglichkeit durch Lichtbildaufnahmen festzuhalten;
    4. das Schadenbild bis zu einer Besichtigung durch den Beauftragten des Versicherers nur zu verändern, soweit Sicherheitsgründe Eingriffe erfordern oder soweit die Eingriffe den Schaden mindern oder nachdem der Versicherer zugestimmt hat oder falls die Besichtigung nicht unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von fünf Arbeitstagen seit Eingang der Schadenanzeige, stattgefunden hat;
    5. einem Beauftragten des Versicherers jederzeit die Nachprüfung der Ursache, des Verlaufs und der Höhe des Schaden zu gestatten und ihm auf Verlangen die für die Feststellung des Schaden erforderlichen Auskünfte zu erteilen;
    6. seiner Kostenaufstellung unaufgefordert ordnungsgemäße und vollständige Belege beizufügen.
  4. Verletzt der Versicherungsnehmer eine der Obliegenheiten gemäß Nr. 3, so ist der Versicherer nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen (§§ 6 Abs. 3, 62 Abs. 2 VVG) von der Entschädigungspflicht frei.
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