Allg. Betriebsunterbrechungsversicherungs-Bedingungen bei Fernmelde- und sonstigen elektronischen Anlagen (AVFEBU)

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§ 10 Obliegenheiten des Versicherungsnehmers nach einem Sachschaden; Obliegenheitsverletzung; besonderer Verwirkungsgrund

  1. Der Versicherungsnehmer hat
    1. jeden Sachschaden gemäß §§ 1 und 2, der einen Unterbrechungsschaden verursachen könnte, dem Versicherer spätestens innerhalb von 24 Stunden anzuzeigen. In dringenden Fällen sollte die Anzeige dem Versicherer gegenüber fernmündlich, fernschriftlich oder telegrafisch erfolgen; einer zusätzlichen schriftlichen oder mündlichen Anzeige bedarf es dann nicht;
    2. den versicherten Unterbrechungsschaden nach Möglichkeit abzuwenden oder zu mindern, dabei die Weisungen des Versicherers zu befolgen und, wenn die Umstände es gestatten, solche Weisungen einzuholen;
    3. einem Beauftragten des Versicherers alle erforderlichen Untersuchungen über Ursachen und Höhe des Unterbrechungsschadens zu gestatten;
    4. dem Versicherer auf Verlangen alle erforderlichen Auskünfte zu erteilen;
    5. dem Versicherer Einsicht in die Geschäftsbücher, Inventare und Bilanzen sowie die Hilfsbücher, Rechnungen und Belege über den Geschäftsgang während des laufenden Geschäftsjahres und der drei Vorjahre zu gewähren.
  2. Verletzt der Versicherungsnehmer eine dieser Obliegenheiten, so ist der Versicherer nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen (§§ 6 Abs. 3, 62 Abs. 2 VVG) von der Entschädigungspflicht frei.
  3. Der Versicherer ist auch dann von der Entschädigungspflicht frei, wenn der Versicherungsnehmer aus Anlaß des Versicherungsfalles in arglistiger Absicht versucht hat, den Versicherer zu täuschen.
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