Allg. Betriebsunterbrechungsversicherungs-Bedingungen bei Fernmelde- und sonstigen elektronischen Anlagen (AVFEBU)

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§ 3 Unterbrechungsschaden; Haftzeit

  1. Der Versicherer leistet Entschädigung für den Betriebsgewinn und die fortlaufenden Kosten in dem versicherten Betrieb, die der Versicherungsnehmer nicht erwirtschaften kann, weil der frühere betriebsfähige Zustand einer beschädigten Sache wiederhergestellt oder eine zerstörte oder entwendete Sache durch eine gleichartige ersetzt werden muß (Unterbrechungsschaden).
  2. Der Versicherer leistet ohne Rücksicht auf mitwirkende Ursachen keine Entschädigung, soweit der Unterbrechungsschaden verursacht oder vergrößert wird
    1. durch Ursachen gemäß § 2 Nr. 3 a oder Nr. 3 c bis g;
    2. durch außergewöhnliche Ereignisse, die während der Unterbrechung oder Beeinträchtigung der technischen Einsatzmöglichkeiten eintreten;
    3. durch behördlich angeordnete Wiederaufbau- oder Betriebsbeschränkungen;
    4. durch den Umstand, daß dem Versicherungsnehmer zur Wiederherstellung oder Wiederbeschaffung zerstörter, beschädigter oder entwendeter Sachen nicht rechtzeitig genügend Kapital zur Verfügung steht;
    5. durch den Umstand, daß zerstörte, beschädigte oder entwendete Sachen anläßlich der Wiederherstellung oder Wiederbeschaffung geändert, verbessert oder überholt werden;
    6. durch einen Sachschaden an Datenträgern (§ 2 Nr. 6 c Satz 2 und 3), auch wenn sie Teil einer in dem Verzeichnis der versicherten Sachen aufgeführte Sache sind;
    7. durch Verderb, Zerstörung oder Beschädigung von Rohstoffen, Halb- oder Fertigfabrikaten oder Hilfs- oder Betriebsstoffen, und zwar - wenn nichts anderes vereinbart ist - auch dann, wenn diese Umstände einen weiteren Sachschaden an einer in dem Verzeichnis der versicherten Sachen aufgeführten Sache darstellen oder verursachen.
  3. Der Versicherer leistet Entschädigung nur, soweit der Unterbrechungsschaden innerhalb der vereinbarten Haftzeit entsteht. Die Haftzeit beginnt mit dem Zeitpunkt, von dem an der Sachschaden für den Versicherungsnehmer nach den anerkannten Regeln der Technik frühestens erkennbar war, spätestens jedoch mit Beginn des Unterbrechungsschadens.
    Ist die Haftzeit nach Monaten bemessen, so gelten jeweils 30 Kalendertage als ein Monat. Ist jedoch ein Zeitraum von 12 Monaten vereinbart, so beträgt die Haftzeit ein volles Kalenderjahr.
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