Allgemeine Bedingungen für die Versicherung gegen Schäden durch Betriebsunterbrechung infolge des Ausfalls der öffentlichen Elektrizitätsversorgung (ABUB (E) 89)

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§ 1 Gegenstand der Versicherung

  1. Wird der im Versicherungsschein bezeichnete Betrieb des Versicherungsnehmers infolge des Ausfalls der öffentlichen Elektrizitätsversorgung unterbrochen, so ersetzt der Versicherer nach den folgenden Bestimmungen den dadurch entstehenden Unterbrechungsschaden.
  2. Der Versicherer haftet nicht, soweit der Ausfall der öffentlichen Versorgung verursacht wurde durch:
    1. länger vorausgeplante Abschaltungen, es sei denn, diese seien hervorgerufen durch einen unvorhergesehenen Sachschaden im Kraftwerk und seinen Hilfseinrichtungen oder in dem öffentlichen Versorgungsnetz;
    2. Krieg, innere Unruhen, Aufruhr, Streik, Aussperrung, behördliche Verfügung und Kernenergie (Der Ersatz von Schäden durch Kernenergie richtet sich in der Bundesrepublik Deutschland nach dem Atomgesetz. Die Betreiber von Kernanlagen sind zur Deckungsvorsorge verpflichtet und schließen hierfür Haftpflichtversicherungen ab).
  3. Die Grenzstelle zwischen dem öffentlichen Versorgungsnetz und dem Betrieb des Versicherungsnehmers ist im Versicherungsschein zu bezeichnen.
    Betriebsunterbrechungen infolge eines Sachschadens innerhalb des Betriebes des Versicherungsnehmers fallen nicht unter die Ersatzpflicht des Versicherers, auch dann nicht, wenn der Sachschaden durch den Ausfall der öffentlichen Elektrizitätsversorgung verursacht wurde.
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