Allgemeine Bedingungen für die Versicherung gegen Schäden durch Betriebsunterbrechung infolge des Ausfalls der öffentlichen Elektrizitätsversorgung (ABUB (E) 89)

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§ 8 Pflichten des Versicherungsnehmers im Schadenfall

  1. Der Versicherungsnehmer hat jeden Ausfall der öffentlichen Versorgung, der die Mindestzeit überschreitet, dem Versicherer unverzüglich anzuzeigen. In dringenden Fällen sollte die Anzeige dem Versicherer gegenüber fernmündlich, fernschriftlich oder telegrafisch erfolgen; einer zusätzlichen schriftlichen oder mündlichen Anzeige bedarf es dann nicht.
  2. Bei Eintritt eines Unterbrechungsschadens hat er, soweit es ihm billigerweise zugemutet werden kann,
    1. für die Abwendung oder Minderung des Unterbrechungsschadens zu sorgen und dabei die Weisungen des Versicherers zu befolgen;
    2. dem Versicherer, dessen Beauftragten und Sachverständigen jede Untersuchung über Ursache und Höhe des Schaden und über den Umfang der Entschädigungspflicht zu gestatten und jede hierzu dienliche Auskunft auf Verlangen schriftlich zu erteilen. Er hat zu diesem Zweck insbesondere die Geschäftsbücher, Inventuren und Bilanzen sowie Hilfsbücher, Rechnungen und Belege über den Geschäftsgang während des laufenden Geschäftsjahres und der drei Vorjahre zur Verfügung zu stellen.
  3. Verletzt der Versicherungsnehmer eine der vorstehenden Obliegenheiten, so ist der Versicherer von der Verpflichtung zur Leistung frei, es sei denn, daß die Verletzung weder auf Vorsatz noch auf grober Fahrlässigkeit beruht. Bei grobfahrlässiger Verletzung der unter 1) und 2b) bestimmten Obliegenheiten bleibt der Versicherer zur Leistung insoweit verpflichtet, als die Verletzung keinen Einfluß auf die Feststellung oder den Umfang der Entschädigungsleistung gehabt hat. Bei grobfahrlässiger Verletzung einer der unter 2a) bestimmten Obliegenheiten bleibt der Versicherer insoweit verpflichtet, als der Umfang des Schaden auch bei gehöriger Erfüllung der Obliegenheit nicht geringer gewesen wäre.
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