Allgemeine Versicherungsbedingungen für Glasversicherung (AGlB)

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- Fassung Januar 1995 -

§ 9 Entschädigung

  1. Bei einem ersatzpflichtigen Schaden hat der Versicherer die Wahl, den früheren Zustand wieder herzustellen (Naturalersatz) oder Barzahlung zu leisten.
    Wählt der Versicherer Naturalersatz, gehen die Bruchstücke mit der Ersatzleistung in sein Eigentum über. Der Versicherungsnehmer ist nicht berechtigt, über die Bruchstücke zu verfügen. Leistet der Versicherer Barersatz, ist er berechtigt, den Wert der Bruchstücke auf die Entschädigung anzurechnen.
  2. Liegt bei einer Versicherung mit festen Summen eine Unterversicherung vor (§ 56 VVG), hat der Versicherer nur den Teil des Schaden zu ersetzen, der sich zum ganzen Schaden verhält wie die Versicherungssumme zum Versicherungswert. In diesem Falle wird der Wert der Bruchstücke im gleichen Verhältnis angerechnet.
  3. Wählt der Versicherer Naturalersatz, hat er den Auftrag auf Ersatz unverzüglich zu erteilen. Wählt er Barersatz, so ist die Entschädigung spätestens binnen einem Monat nach der Schadensmeldung zu zahlen.
  4. Wenn der Anspruch auf Leistung nicht innerhalb einer Frist von sechs Monaten gerichtlich geltend gemacht wird nachdem der Versicherer den Anspruch unter Angabe der mit dem Ablauf der Frist verbundenen Rechtsfolge schriftlich abgelehnt hat, ist der Versicherer von der Verpflichtung zur Leistung frei.
  5. Die Bestimmung des § 12 Abs. 1 und 2 VVG bleibt unberührt.
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