Allgemeine Maschinen-Betriebsunterbrechungs - Versicherungsbedingungen (AMBUB)

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§ 6 Umfang der Entschädigung

  1. Bei Feststellung des Unterbrechungsschadens sind alle Umstände zu berücksichtigen, die Gang und Ergebnis des Betriebes günstig oder ungünstig beeinflußt haben würden, wenn nicht die technische Einsatzmöglichkeit der Sache infolge des Sachschadens unterbrochen oder beeinträchtigt gewesen wäre.
    Betriebsgewinn und fortlaufende Kosten sind insbesondere nicht zu ersetzen, soweit sie wegen geplanter oder notwendiger Revisionen, Überholungsarbeiten oder Änderungen ohnehin nicht erwirtschaftet worden wären.
  2. Kosten werden nur ersetzt, soweit ihr Weiteraufwand rechtlich notwendig oder wirtschaftlich begründet ist.
  3. Technische Abschreibungen auf Maschinen sind nicht zu entschädigen, soweit die Maschinen infolge des Sachschadens nicht eingesetzt werden können.
  4. Die Entschädigung darf nicht zu einer Bereicherung führen. Wirtschaftliche Vorteile, die sich innerhalb von sechs Monaten nach Ablauf des Bewertungszeitraumes als Folge der Unterbrechung ergeben, sind in billiger Weise zu berücksichtigen. Werden Arbeiten der in Nr. 1 Abs. 2 bezeichneten Art während der Unterbrechung vorzeitig durchgeführt, so gilt diese Zeitgrenze nicht.
  5. Der gemäß Nr. 1 bis 4 und gemäß § 5 Nr. 2 ermittelte Betrag wird gekürzt, soweit er auf den vereinbarten zeitlichen Selbstbehalt entfällt.
    1. Der zeitliche Selbstbehalt wird je Sachschaden gesondert berücksichtigt. Er beginnt mit dem Unterbrechungsschaden; werden Maßnahmen gemäß § 11 Nr. 1 ergriffen, so beginnt er mit dem Zeitpunkt, von dem an ohne diese Maßnahmen erstmals ein versicherter Unterbrechungsschaden entstanden wäre.
    2. Der Versicherungsnehmer hat mindestens den Teil des versicherten Unterbrechungsschadens selbst zu tragen, der entstanden wäre, wenn die durch den Sachschaden verursachte Unterbrechung oder Beeinträchtigung der technischen Einsatzmöglichkeit der Sache nur die als zeitlicher Selbstbehalt vereinbarte Zahl von Tagen gedauert hätte.
    3. Ist der zeitliche Selbstbehalt nach Arbeitstagen bemessen, so zählen nur die Tage, an denen ein Unterbrechungsschaden eintritt. Arbeitstage werden voll mit 24 Stunden berücksichtigt.
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