Allgemeine Maschinen-Betriebsunterbrechungs - Versicherungsbedingungen (AMBUB)

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§ 8 Prämienrückgewähr: Folgen unrichtiger Meldung

  1. War der Versicherungswert (§ 5 Nr. 1 Abs. 1) für das abgelaufene Versicherungsjahr, das dem Geschäftsjahr entspricht, niedriger als die Versicherungssumme und meldet der Versicherungsnehmer dies dem Versicherer innerhalb von sechs Monaten nach Ablauf des Versicherungsjahres, so wird, wenn nicht etwas anderes vereinbart ist, die auf den Mehrbetrag der Versicherungssumme gezahlte Prämie bis zu einem Drittel der Jahresprämie rückvergütet. Die Rückvergütung ist für jede Gruppe gesondert zu ermitteln.
  2. Erweist sich in einem Schadenfall, daß der Versicherungsnehmer für das abgelaufene Versicherungsjahr in einer Gruppe einen zu niedrigen Betrag gemeldet hat, so wird der gemäß §§ 3 bis 6 ermittelte Betrag gekürzt.

    Für die Kürzung maßgebend ist das Verhältnis zwischen dem Betrag, der nach Nr. 1 mindestens hätte gemeldet werden müssen, und dem gemeldeten Betrag, höchstens jedoch das Verhältnis zwischen der vereinbarten Versicherungssumme und dem gemeldeten Betrag.

  3. Ist eine Versicherungssumme während des Versicherungsjahres geändert worden, so gilt als Versicherungssumme gemäß Nr. 1 und 2 die Jahresdurchschnittssumme, die sich aus den jeweiligen Versicherungssummen unter Berücksichtigung der Zeiträume ergibt, in denen sie gegolten haben.
  4. Eine Kürzung gemäß Nr. 2 erfolgt nicht, wenn der Versicherungsnehmer glaubhaft macht, daß weder er selbst noch die jeweils damit betraute Hilfsperson die unrichtige Meldung verschuldet hat.
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