Allgemeine Unfallversicherungs-Bedingungen (AUB 94)

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§ 2 Ausschlüsse

Nicht unter den Versicherungsschutz fallen:

    1. Unfälle durch Geistes- oder Bewußtseinsstörungen, auch soweit diese auf Trunkenheit beruhen, sowie durch Schlaganfälle, epileptische Anfälle oder andere Krampfanfälle, die den ganzen Körper ergreifen.
      Versicherungsschutz besteht jedoch, wenn diese Störungen oder Anfälle durch ein unter diesen Vertrag fallendes Unfallereignis verursacht waren.
    2. Unfälle, die dem Versicherten dadurch zustoßen, daß er vorsätzlich eine Straftat ausführt oder versucht.
    3. Unfälle, die unmittelbar oder mittelbar durch Kriegs- oder Bürgerkriebsereignisse verursacht sind; Unfälle durch innere Unruhen, wenn der Versicherte auf seiten der Unruhestifter teilgenommen hat.
    4. Unfälle des Versicherten
      • als Luftfahrzeugführer (auch Luftsportgeräteführer),
        soweit er nach deutschem Recht dafür eine Erlaubnis benötigt,
        sowie als sonstiges Besatzungsmitglied eines Luftfahrzeuges;
      • bei einer mit Hilfe eines Luftfahrzeuges auszuübenden beruflichen Tätigkeit;
      • bei der Benutzung von Raumfahrzeugen.
    5. Unfälle, die dem Versicherten dadurch zustoßen, daß er sich als Fahrer, Beifahrer oder Insasse eines Motorfahrzeuges an Fahrtveranstaltungen einschließlich der dazugehörigen Übungsfahrten beteiligt, bei denen es auf die Erzielung von Höchstgeschwindigkeiten ankommt.
    6. Unfälle, die unmittelbar oder mittelbar durch Kernenergie verursacht sind.
    1. Gesundheitsschädigungen durch Heilmaßnahmen oder Eingriffe, die der Versicherte an seinem Körper vornimmt oder vornehmen läßt.
      Versicherungsschutz besteht jedoch, wenn die Eingriffe oder Heilmaßnahmen, auch strahlendiagnostische und -therapeutische, durch einen unter diesen Vertrag fallenden Unfall veranlaßt waren.
    2. Infektionen.
      Versicherungsschutz besteht jedoch, wenn die Krankheitserreger unter eine unter diesen Vertrag fallende Unfallverletzung in den Körper gelangt sind.
      Nicht als Unfallverletzungen gelten dabei Haut- oder Schleimhautverletzungen, die als solche geringfügig sind und durch die Krankheitserreger sofort oder später in den Körper gelangen;
      für Tollwut und Wundstarrkrampf entfällt diese Einschränkung.
      für Infektionen, die durch Heilmaßnahmen verursacht sind, gilt (2) Satz 2 entsprechend.
    3. Vergiftungen infolge Einnahme fester oder flüssiger Stoffe durch den Schlund.
    1. Bauch- oder Unterleibsbrüche.
      Versicherungsschutz besteht jedoch, wenn sie durch eine unter diesen Vertrag fallende gewaltsame, von außen kommende Einwirkung entstanden sind.
    2. Schädigungen an Bandscheiben sowie Blutungen aus inneren Organen und Gehirnblutungen.
      Versicherungsschutz besteht jedoch, wenn ein unter diesen Vertrag fallendes Unfallereignis im Sinne des § 1 III. die überwiegende Ursache ist.
  1. Krankhafte Störungen infolge psychischer Reaktionen, gleichgültig, wodurch diese verursacht sind.

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