Allgemeine Unfallversicherungs-Bedingungen (AUB 94)

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§ 9 Die Obliegenheiten nach Eintritt eines Unfalls

  1. Nach einem Unfall, der voraussichtlich eine Leistungspflicht herbeiführt, ist unverzüglich ein Arzt hinzuzuziehen und der Versicherer zu unterrichten.
    Der Versichert hat den ärztlichen Anordnungen nachzukommen und auch im übrigen die Unfallfolgen möglichst zu mindern.
  2. Die vom Versicherer übersandte Unfallanzeige ist wahrheitsgemäß auszufüllen und umgehend an den Versicherer zurückzusenden. Darüber hinaus geforderte sachdienliche Auskünfte sind unverzüglich zu erteilen.
  3. Der Versichert hat darauf hinzuwirken, daß die vom Versicherer angeforderten Bericht und Gutachten alsbald erstattet werden.
  4. Der Versichert hat sich von den vom Versicherer beauftragten Ärzten untersuchen zu lassen. Die notwendigen Kosten einschließlich eines dadurch entstandenen Verdienstausfalles trägt der Versicherer.
  5. Die Ärzte, die den Versicherten - auch aus anderen Anlässen - behandelt oder untersucht haben, andere Versicherer, Versicherungsträger und Behörden sind zu ermächtigen, alle erforderlichen Auskünfte zu erteilen.
  6. Der Versicherungsnehmer hat einen Anspruch auf Zahlung der Übergangsentschädigung spätestens sieben Monate nach Eintritt des Unfalles geltend zu machen und unter Vorlage eines ärztlichen Attestes zu begründen.
  7. Hat der Unfall den Tod zur folge, so ist dies innerhalb von 48 Stunden zu melden, auch wenn der Unfall schon angezeigt ist. Die Meldung soll telegrafisch erfolgen. Dem Versicherer ist das Recht zu beschaffen, eine Obduktion durch einen von ihm beauftragten Arzt vornehmen zu lassen.
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