Allgemeine Bedingungen für die Versicherung von Fleischerhandwerksbetrieben gegen Schäden infolge Seuchengefahr (Betriebsschließungsversicherung) (AVB-BSF)

zurück senden drucken

§ 6 Obliegenheiten des Versicherungsnehmers im Versicherungsfall

  1. Jeder Versicherungsfall ist dem Versicherer schriftlich anzuzeigen.
    Die Fälle des § 1 Nr. 1 a-c müssen unverzüglich angezeigt werden.
    Die Anzeige sollte fernmündlich, fernschriftlich oder telegrafisch erfolgen; einer zusätzlichen schriftlichen Anzeige bedarf es dann nicht.
    Jeder andere Versicherungsfall ist spätestens innerhalb einer Woche anzuzeigen.
    Dies gilt auch dann, wenn der Versicherungsnehmer keine Entschädigungsansprüche geltend machen will.
  2. Der Versicherungsnehmer hat
    1. nach Möglichkeit für die Abwendung oder Minderung des Schaden zu sorgen und dabei Weisungen des Versicherers oder dessen Beauftragten zu befolgen;
    2. dem Versicherer, dessen Beauftragten und Sachverständigen jede Untersuchung über Ursache und Höhe des Schaden und über den Umfang der Entschädigungspflicht zu gestatten und jede hierzu dienstliche Auskunft, auf Verlangen schriftlich, zu erteilen und alle für die Beurteilung des Versicherungsfalles erheblichen Unterlagen beizubringen.
  3. Verletzt der Versicherungsnehmer eine der vorstehenden Obliegenheiten, so ist der Versicherer nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen (§§ 6 Abs. 3, 62 Abs. 2 VVG) von der Entschädigungspflicht frei.
  4. Wird die Ware nicht zur weiteren Verwendung im Betrieb entseucht, sondern veräußert (z. B. an die Freibank), so hat der Versicherungsnehmer dem Versicherer den erzielten Erlös nachzuweisen. Sofern er den Nachweis nicht erbringt, daß kein oder kein angemessener Erlös zu erzielen war, ist der nach der Marktlage erzielbare Erlös bei der Bemessung des Ersatzwertes gemäß § 2 zu berücksichtigen.
zurück  senden  drucken