Allgemeine Bedingungen für die Fotoapparate-Versicherung (AVB Fotoapparate 1997)

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§ 11 Obliegenheiten

  1. Der Versicherungsnehmer oder Berechtigte hat
    1. jeden Schadenfall unverzüglich dem Versicherer anzuzeigen;
    2. alle bei Antragstellung vorhandenen und zusätzlich vereinbarten Sicherungen voll gebrauchsfähig zu erhalten und zu betätigen, insbesondere während der Abwesenheit verschlossen zu halten. Eine Abänderung der Sicherungen ist nur mit schrifticher Genehmigung des Versicherers zulässig.
    3. Schäden nach Möglichkeit anzuwenden und zu mindern, insbesondere Ersatzansprüche gegen Dritte (z. B. Bahn, Post, Reederei, Fluggesellschaft, Gastwirt) form- und fristgerecht geltend zu machen und Weisungen des Versicherers zu beachten.
    4. alles zu tun, was zur Aufklärung des Tatbestandes dienlich sein kann. Er hat alle Belege, die den Entschädigungsanspruch nach Grund und Höhe beweisen, einzureichen, soweit ihre Beschaffung ihm billigerweise zugemutet werden kann.
  2. Schäden, die im Gewahrsam eines Beherbungsbetriebes eingetreten sind, müssen dies ein unverzüglich gemeldet werden. Dem Versicherer ist hierüber eine Bescheinigung einzureichen.
  3. Schäden, durch strafbare Handlungen (z. B. Diebstahl, Raub, vorsätzliche Sachbeschädigung) sind außerdem unverzüglich der zuständigen Polizeidienststelle unter Einreichung einer Liste der in Verlust geratenen Sachen anzuzeigen. Der Versicherungsnehmer oder Berechtigte hat sich dies polizeilich bescheinigen zu lassen und dem Versicherer den Nachweis einzureichen.
  4. Verletzt der Versicherungsnehmer oder Berechtigte eine dieser Obliegenheiten, so kann der Versicherer gemäß §§ 6 Abs. 3, 62 Abs. 2 VVG leistungsfrei sein.

    Wurden bestimmte abhandengekommene Sachen der Polizeidienststelle nicht angezeigt, so kann die Entschädigung nur für diese Sachen verweigert werden.

  5. Hat eine vorsätzliche Obliegenheitsverletzung Einfluß weder auf die Feststellung des Versicherungsfalls noch auf die Feststellung oder den Umfang der Entschädigung, so entfällt die Leistungsfreiheit, gemäß Nr. 4, wenn die Verletzung nicht geeignet war, die Interessen des Versicherers ernsthaft zu beeinträchtigen und wenn außerdem den Versicherungsnehmer kein erhebliches Verschulden trifft.
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