Allgemeine Versicherungsbedingungen für die Garantieversicherung (AVBMGAR)

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§ 3 Ersatzleistung, Unterversicherung

  1. Der Versicherungsnehmer hat 20 v.H. eines jeden Schadenbetrages, mindestens aber den in dem Versicherungsschein für jede einzelne Sache als Mindestselbstbehalt angegebenen Betrag selbst zu tragen.
    Die für jede Sache versicherte Summe abzüglich 20 v.H. oder des Mindestselbstbehaltes bildet die Grenze der Ersatzpflicht.
  2. Die Ersatzleistung beschränkt sich - unter Ausschluß eines jeden weiteren Anspruches - auf Ersatz der beschädigten Teile oder Anlage, soweit für solche Versicherung genommen wurde. Die Ersatzleistung erfolgt:
    1. bei Wiederherstellung einer beschädigten Sache in den früheren betriebsfähigen Zustand durch Ersatz der Reparaturkosten aufgrund der vorzulegenden Rechnungen im Umfange des Verkaufs- oder Liefervertrages. Montagekosten nebst den einfachen Fracht- und Anfuhr-Auslagen werden nur dann vergütet, wenn diese Werte in der Versicherungssumme enthalten sind.
      Erfolgt die Lieferung ohne Montage ab Werk, so werden Fracht- und Montagekosten nur dann ersetzt, wenn sie gegen besonderen Prämienzuschlag ausdrücklich in die Versicherung eingeschlossen worden sind. Der Wert des Altmaterials wird angerechnet.
      Überstunden- und Eilfrachtzuschläge werden nur dann vergütet, wenn sie durch besondere Vereinbarung in die Versicherung eingeschlossen worden sind.
      Tritt durch die Reparatur eine Erhöhung des Wertes, den die Maschine vor dem Schaden hatte ein, so wird dieser Mehrwert von den Wiederherstellungskosten abgezogen.
      Mehrkosten, die dadurch entstehen, daß bei der Reparatur Änderungen oder Konstruktionsverbesserungen vorgenommen werden, gehen zu Lasten des Versicherungsnehmers.
      Ist die Versicherungssumme im Umfange des Versicherungsscheines niedriger als der am Schadentag geltende Neuwert der Sache einschließlich aller Nebenkosten, so wird nur derjenige Teil des Schaden ersetzt, der sich zum ganzen Schaden verhält, wie die Versicherungssumme zu diesem Neuwert.
      Wird eine vorläufige Reparatur ohne Einwilligung des Versicherers vorgenommen, so gehen die Kosten dafür sowie alle daraus entstehenden Folgen zu Lasten des Versicherungsnehmers.
    2. bei völliger Zerstörung der versicherten Sache nach dem Wert, den sie einschließlich aller Nebenkosten im Umfange des Versicherungsscheines unmittelbar vor dem Schaden hatte, abzüglich des Wertes der Trümmer.
      Ist die Versicherungssumme im Umfange des Versicherungsscheines niedriger als der am Schadentage geltende Wert der Sache einschließlich aller Nebenkosten, so wird nur derjenige Teil des Schaden ersetzt, der sich zum ganzen Schaden verhält, wie die Versicherungssummen zu diesem Wert.
    3. Erreichen oder übersteigen die Instandsetzungskosten einer Sache ihren Wert am Tage des Schaden, so gilt sie als vollständig zerstört.
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