Allgemeine Bedingungen für die Versicherung von Juwelen, Schmuck- und Pelzsachen in Privatbesitz (AVB Schmuck und Pelze 1998)

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§ 7 Obliegenheiten

  1. Der Versicherungsnehmer hat die versicherten Sachen sorgfältig und in einem Zustand zu erhalten, der einem Verlust der Sachen oder von Teilen der Sachen vorbeugt. Insbesondere hat der Versicherungsnehmer
    1. Schmucksachen mindestens alle 24 Monate durch einen Juwelier auf die Haltbarkeit der Schnüre, Fassungen, Verschlüsse und Sicherungen hin prüfen und nötigenfalls reparieren zu lassen;
    2. Schmucksachen während des Tragens zu sichern;
    3. Pelzsachen an unbewachten Garderobenablagen gemäß § 5 Nr. 2 a) ständig zu beobachten;
    4. Hotelzimmer, Wohnungen, Einfamilienhäuser etc. stets verschlossen zu halten.
  2. Der Versicherungsnehmer hat jeden Versicherungsfall unverzüglich dem Versicherer anzuzeigen. Bei einem Schaden durch Brand, Einbruchdiebstahl, Diebstahl oder Raub hat der Versicherungsnehmer außerdem unverzüglich Anzeige bei der für den Schaden zuständigen Polizeidienststelle zu erstatten und dieser ein Verzeichnis aller vom Schaden betroffenen Sachen einzureichen.
  3. Auch im übrigen hat der Versicherungsnehmer den Schaden nach Möglichkeit abzuwenden oder zu mindern.
  4. Verletzt der Versicherungsnehmer oder ein mit ihm in häuslicher Gemeinschaft lebender volljähriger Familienangehöriger eine Obliegenheit gemäß Nr. 1, so kann der Versicherer gemäß § 6 VVG zur Kündigung berechtigt oder auch leistungsfrei sein. Wurden bestimmte abhandengekommene Sachen der Polizeidienststelle nicht angezeigt, so kann die Entschädigung nur für diese Sachen verweigert werden.
  5. Verletzt der Versicherungsnehmer oder ein mit ihm in häuslicher Gemeinschaft lebender volljähriger Familienangehöriger eine Obliegenheit gemäß Nr. 2 oder 3, so kann der Versicherer gemäß §§ 6 Abs. 3, 62 Abs. 2 VVG leistungsfrei sein.
  6. Hatte eine vorsätzliche Obliegenheitsverletzung Einfluß weder auf die Feststellung des Versicherungsfalles noch auf die Feststellung oder den Umfang der Entschädigung, so entfällt die Leistungsfreiheit gemäß Nr. 5, wenn die Verletzung nicht geeignet war, die Interessen des Versicherers ernsthaft zu beeinträchtigen und wenn außerdem den Versicherungsnehmer kein erhebliches Verschulden trifft.
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