Sonderbedingungen für die Gleitende Neuwertversicherung (SGlN 93)

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Die Sonderbedingungen für die Gleitende Neuwertversicherung (SGlN 93) gelten nur für Gebäude, deren Zeitwert nicht weniger als 40%, bei landwirtschaftlichen Gebäuden nicht weniger als 50% des Neuwerts beträgt.
Zur Anpassung an Kostenänderungen im Bauwesen gelten die nachstehenden Abweichungen von den Allgemeinen Versicherungsbedingungen:

§ 2 Entschädigungsberechnung; Unterversicherung

  1. Der Schaden wird auf der Grundlage der ortsüblichen Preise zur Zeit des Eintritts des Versicherungsfalles ermittelt.
  2. Die Bestimmungen der §§ 11 LZB 87, 11 Nr. 2 AWB 87 und 11 Nr. 2 AStB 87 finden keine Anwendung.
  3. Die errechnete Neuwertentschädigung wird voll geleistet, wenn die "Versicherungssumme 1914" mindestens dem "Versicherungswert 1914" entspricht. Ist die "Versicherungssumme 1914" niedriger als der "Versicherungswert 1914" zur Zeit des Eintritts des Versicherungsfalles (Unterversicherung), so wird nur derjenige Teil des Schaden ersetzt, der sich zu dem ganzen Schaden verhält wie die "Versicherungssumme 1914" zu dem "Versicherungswert 1914".
  4. Hat der Versicherungsnehmer den Neubauwert eines anderen Jahres angegeben (§ 1 Nr. 2), so ist Nr. 3 (Unterversicherung) nur anzuwenden, soweit der angegebene Neubauwert vom tatsächlichen Neubauwert jenes Jahres abweicht oder der Neubauwert durch wertsteigernde Um-, An- oder Ausbauten erhöht worden ist.
  5. Eine Unterversicherung wird nur berücksichtigt, soweit sie 3 Prozent der "Versicherungssumme 1914" der betroffenen Position des Versicherungsvertrages übersteigt.
  6. Beträgt der Zeitwert unmittelbar vor Eintritt des Versicherungsfalles weniger als 40%, bei landwirtschaftlichen Gebäuden weniger als 50% des Neuwertes, gelten die Bestimmungen der §§ 5 Nr. 1b und c AFB 87, 5 Nr. 1b und c AWB 87 und 5 Nr. 1b und c ASTB 87. Versicherungswert ist hiernach der Zeitwert oder der gemeine Wert.
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