Luftfahrt Kaskoversicherungs-Bedingungen (AKB-LU) DLP 400/00
Allgemeine Bedingungen

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(Siehe auch Besondere Bedingungen)

§ 3 Ausschlüsse

  1. Kein Versicherungsschutz besteht für Schäden
    1. die zusammenhängen mit Kriegs-, Bürgerkriegsereignissen, anderen feindseligen Handlungen, Aufstand, Revolution, Rebellion, Streik, Aussperrung, Aufruhr, inneren Unruhen, Arbeitsunruhen, Terror- oder Sabotageakten, Flugzeugentführung, Beschlagnahme und sonstigen Verfügungen von Hoher Hand;
    2. die zusammenhängen mit Erdbeben sowie jeder Explosion einer Kriegswaffe unter Anwendung atomarer Kernspaltung und/oder Kernfusion, sonstiger radioaktiver Strahlungseinwirkung und mit jeglicher explosiven nuklearen Baugruppe oder Teilen davon;
    3. die darauf zurückzuführen sind, daß das abgestellte Luftfahrzeug nicht in zumutbarer Weise oder gemäß den Anweisungen des Herstellers gesichert war;
    4. die der Versicherungsnehmer oder seine Leute verursachen durch Arbeiten am Luftfahrzeug, und zwar an dem Teil einer Baugruppe (technische Einheit) des Luftfahrzeugs, das unmittelbar Gegenstand der Arbeiten ist (Bearbeitungsfehler). Ist das Luftfahrzeug als Ganzes Gegenstand einer Bearbeitung, gilt dieser Ausschluß nur bezüglich der Teile, auf die unmittelbar eingewirkt wurde;
    5. durch den Betrieb, Abnutzung und Verschleiß, aus innerer Ursache am Triebwerk oder durch im Triebwerk oder Triebwerksschacht liegengebliebene Gegenstände, ferner durch allmähliche Einwirkungen, Alterung, Korrosion, Feuchtigkeit sowie durch Frost;
    6. durch Fehler oder Mängel des Luftfahrzeugs, die dem Versicherungsnehmer bekannt waren oder sein mußten;
    7. die auf Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit des Versicherungsnehmers zurückzuführen sind.
      Nach dem Vertrag versicherte Luftfahrzeugführer, die das Luftfahrzeug mit Zustimmung des Versicherungsnehmers und/oder Halters gebraucht haben, nimmt der Versicherer nur in Regreß bei vorsätzlicher oder grob fahrlässiger Schadenverursachung. § 13 bleibt unberührt.
    8. durch explosive oder selbstentzündlichen Gegenstände oder Flüssigkeiten an Bord, mit Ausnahme von Betriebsstoffen und Signalmitteln;
    9. beim Transport von Luftfahrzeugen oder -teilen einschließlich Be- und Entladen; diese Transporte können durch gesonderte Vereinbarung eingeschlossen werden. Straßentransporte von Segelflugzeugen, Motorseglern und Ballonen, ferner Transporte von Luftfahrzeugen oder -teilen im Zusammenhang mit einem entschädigungspflichtigen Schaden sind auch ohne besondere Vereinbarung versichert.
    10. durch Unterschlagung sowie durch Diebstahl von Teilen und Instrumenten, die nicht fest mit dem Luftfahrzeug verbunden sind und von Zubehör;
    11. wenn oder soweit eine Feuer- oder andere Sachversicherung leistungspflichtig ist.
  2. Der Versicherer ist von der Verpflichtung zur Leistung frei, wenn
    1. sich das Luftfahrzeug bei Eintritt des Schadenereignisses nicht in einem Zustand befunden hat, der den gesetzlichen Bestimmungen und behördlichen Auflagen über das Halten und den Betrieb von Luftfahrzeugen entsprochen hat und/oder behördliche Genehmigungen, soweit erforderlich, nicht erteilt waren;
    2. der/die Führer des Luftfahrzeugs bei Eintritt des Schadenereignisses nicht die vorgeschriebenen Erlaubnisse und erforderlichen Berechtigungen oder wetterbedingte Freigaben hatte/n. Die Verpflichtung zur Leistung bleibt in diesen Fällen gegenüber dem Versicherungsnehmer bestehen, wenn das Luftfahrzeug ohne Wissen, Willen und Verschulden des Versicherungsnehmers geführt wurde;
    3. der Versicherungsnehmer nach Abschluß des Vertrages ohne Zustimmung des Versicherers das Risiko erhöht oder eine solche Erhöhung einem Dritten gestattet;
    4. das Luftfahrzeug durch andere als nach dem Versicherungsvertrag berechtigte Luftfahrzeugführer geführt oder zu anderen als den versicherten Zwecken verwendet wurde;
    5. der Versicherungsnehmer zu Lasten des Versicherers einen ihm zustehenden Schadenersatzanspruch aufgibt oder vor Eintritt des Schadenereignisses ohne Zustimmung des Versicherers auf künftige Ersatzansprüche verzichtet hat. Innerhalb von Vereinen und Haltergemeinschaften besteht Leistungsfreiheit nur bei Verzicht auf künftige Ersatzansprüche, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen.
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