Luftfahrt Unfallversicherungs-Bedingungen DLP 200/00
Allgemeine Bedingungen

zurück senden drucken

(Siehe auch Besondere Bedingungen)

§ 2 Ausschlüsse

Kein Versicherungsschutz besteht

  1. für Unfälle,
    1. wenn sich bei Eintritt des Unfalles das Luftfahrzeug nicht in einem Zustand befunden hat, der den gesetzlichen Bestimmungen und behördlichen Auflagen über das Halten und den Betrieb von Luftfahrzeugen entsprochen hat und/oder behördliche Genehmigungen, soweit erforderlich, nicht erteilt waren. Dies gilt nicht für die OPUV und namentliche Unfallversicherungen.
    2. wenn die versicherte Person als Führer des Luftfahrzeugs bei Eintritt des Unfalles nicht die vorgeschriebenen Erlaubnisse, erforderlichen Berechtigungen oder Befähigungsnachweise hatte.
    3. durch Geistes- oder Bewußtseinsstörungen, auch soweit diese auf Trunkenheit beruhen sowie durch Schlaganfälle, epileptische Anfälle oder andere Krampfanfälle, die den ganzen Körper der versicherten Person ergreifen.
      Versicherungsschutz besteht jedoch, wenn diese Störungen oder Anfälle durch ein unter diesen Vertrag fallendes Unfallereignis verursacht waren.
    4. die der versicherten Person dadurch zustoßen, daß sie vorsätzlich eine Straftat ausführt oder versucht,
    5. die unmittelbar oder mittelbar durch Kriegs- oder Bürgerkriegsereignisse verursacht sind; sowie für Unfälle durch innere Unruhen, wenn die versicherte Person auf seiten der Unruhestifter teilgenommen hat,
    6. die unmittelbar oder mittelbar durch Kernenergie verursacht sind.
  2. für Gesundheitsstörungen durch Strahlen.
  3. für Gesundheitsschädigungen durch Heilmaßnahmen oder Eingriffe, die die versicherte Person an ihrem Körper vornimmt oder vornehmen läßt.
    Versicherungsschutz besteht jedoch, wenn die Eingriffe oder Heilmaßnahmen, auch strahlendiagnostische und therapeutische, durch einen unter diesen Vertrag fallenden Unfall veranlaßt waren.
  4. für Infektionen.
    Versicherungsschutz besteht jedoch, wenn die Krankheitserreger durch eine unter diesen Vertrag fallende Unfallverletzung in den Körper gelangt sind.
    Nicht als Unfallverletzungen gelten dabei Haut- oder Schleimhautverletzungen, die als solche geringfügig sind und durch die Krankheitserreger sofort oder später in den Körper gelangen; für Tollwut und Wundstarrkrampf entfällt diese Einschränkung.
    Für Infektionen, die durch Heilmaßnahmen verursacht sind, gilt Ziffer 3., Satz 2 entsprechend.
  5. für Vergiftungen infolge Einnahme fester oder flüssiger Stoffe durch den Schlund.
  6. für Bauch- oder Unterleibsbrüche.
    Versicherungsschutz besteht jedoch, wenn sie durch eine unter diesen Vertrag fallende gewaltsame von außen kommende Einwirkung entstanden sind.
  7. für Schädigungen an Bandscheiben sowie Blutungen aus inneren Organen und Gehirnblutungen.
    Versicherungsschutz besteht jedoch, wenn ein unter diesen Vertrag fallendes Unfallereignis im Sinne von § 1 Ziffer 5 die überwiegende Ursache ist.
  8. für krankhafte Störungen infolge psychischer Reaktionen, gleichgültig, wodurch diese verursacht sind.

zurück  senden  drucken 
Mehr zum Thema Luftfahrt Unfallversicherungs-Bed.