Allgemeine Klauseln

zurück senden drucken

Klausel 1701: Summenanpassung für die Versicherung beweglicher Sachen

  1. Die Versicherungssumme für Positionen, zu denen dies besonders vereinbart ist, erhöht oder vermindert sich zur Anpassung an Wertänderungen der versicherten Sachen mit Beginn eines jeden Versicherungsjahres entsprechend dem Vomhundertsatz, um den sich der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im vergangenen Kalenderjahr gegenüber dem davor liegenden Kalenderjahr verändert hat. Der Vomhundertsatz wird auf eine Stelle hinter dem Komma gerundet. Massgebend ist der vom Statistischen Bundesamt jeweils für den Monat September festgestellte und veröffentlichte Index.
  2. Die gemäss Nr. 1 berechnete Versicherungssumme wird auf volle 1.000 € aufgerundet. Die neue Versicherungssumme und die geänderte Prämie werden dem Versicherungsnehmer jeweils bekanntgegeben.
  3. Die Versicherungssumme bleibt unverändert, wenn der gemäss Nr. 1 Satz 1 massgebende Vomhundertsatz unter 3 liegt. jedoch ist dann für die nächste Veränderung ein Vergleich zwischen dem vergangenen Kalenderjahr und demjenigen Kalenderjahr massgebend, dass zuletzt für eine Summenänderung berücksichtigt wurde.
  4. Die aus der Versicherungssumme gemäss Nr. 2 sich ergebende erhöhte Prämie darf die im Zeitpunkt der Erhöhung geltende Tarifprämie nicht übersteigen. Diese Grenze gilt jedoch nur, wenn sich die neue Tarifprämie auf eine unveränderte Gruppe versicherbarer Risiken bezieht.
  5. Solange Anpassung der Versicherungssumme nach vorliegenden Bestimmungen vereinbart ist, erhöht sich vom Zeitpunkt dieser Vereinbarung an die jeweilige Versicherungssumme um einen Vorsorgebetrag von 5 Prozent.
  6. § 56 VVG und die Bestimmungen über Unterversicherung in den dem Vertrag zugrunde liegenden Versicherungsbedingungen bleiben unberührt.
  7. Innerhalb eines Monats nach Zugang der Mitteilung über die geänderte Versicherungssumme kann der Versicherungsnehmer durch schriftliche Erklärung die ihm mitgeteilte Veränderung rückwirkend aufheben. Will der Versicherungsnehmer zugleich die Erklärung gemäss Nr. 8 abgeben, so muss dies deutlich zum Ausdruck kommen.
  8. Der Versicherungsnehmer und der Versicherer können unter Einhaltung einer Frist von drei Monaten zum Ende des laufenden Versicherungsjahres durch schriftliche Erklärung verlangen, dass die Bestimmungen über die Summenanpassung für die Versi cherung von beweglichen Sachen künftig nicht mehr anzuwenden sind.
  9. Das Recht auf Herabsetzung der Versicherungssumme wegen erheb licher Überversicherung (§ 51 Abs. 1 VVG) bleibt unberührt.
zurück  senden  drucken 

Test