Allgemeine Klauseln

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Klausel 330101: Kosten für die Dekontamination von Erdreich

  1. In Erweiterung der dem Vertrag zugrunde liegenden Allgemeinen Bedingungen für die Feuerversicherung (AFB 87) ersetzt der Versicherer Kosten bis zu der hierfür vereinbarten Versicherungssumme, die der Versciherungsnehmer aufgrund behördlicher Anordnungen infolge einer Kontamination durch einen Versicherungsfall anwenden muß, um
    1. Erdreich eigener oder gepachteter Versicherungsgrundstücke innerhalb der Bundesrepublik Deutschland zu untersuchen und nötigenfalls zu dekontaminieren oder auszutauschen;
    2. den Aushub zu dekontaminieten oder in die nächstgelegene Deponie zu transportieren und dort abzulagern;
    3. insoweit das Versicherungsgrundstück wieder in einen gebrauchsfähigen Zustand zu versetzen.
  2. Die Aufwendungen gemäß Nr. 1 werden nur ersetzt, sofern die behördlichen Anordnungen
    1. aufrund von Gesetzen, Verordnungen oder kommunalen Satzungen ergangen sind, die vor Eintritt des Versicherungsfalles erlassen worden sind;
    2. eine Kontamination betreffen, die nachweislich infolge des Versicherungsfalles entstanden ist;
    3. innerhalb von neun Monaten seit Eintritt des Versicherungsfalles ergangen sind und dem Versicherer ohne Rücksicht auf Rechtsmittelfristen innerhalb von drei Monaten seit Kenntniserhalt gemeldet wurden.
  3. Wird durch den Versicherungsfall eine bestehende Kontamination des Erdreiches erhöht, so werden nur die Aufwendungen ersetzt, die den für eine Beseitigung der bestehenden Kontamination erforderlichen Betrag übersteigen, und zwar ohne Rücksicht darauf, ob und wann dieser Betrag ohne den Versicherungsfall aufgewendet worden wäre. Die hiernach nicht zu ersetzenden Kosten werden nötigenfalls durch Sachverständige festgestellt.
  4. Aufwendungen aufgrund sonstiger behördlicher Anordnungen oder aufgrund sonstiger Verpflichtungen des Versicherungsnehmers einschließlich der sogenannten Einliefererhaftung werden nicht ersetzt.
  5. Entschädigung wird nicht geleistet, soweit der Versicherungsnehmer aus einem anderen Versicherungsvertrag Ersatz beanspruchen kann.
  6. Für Aufwendungen gemäß Nr. 1 durch Versicherungsfälle, die innerhalb eines Versicherungsjahres eintreten, ist Entschädigungsgrenze die Versicherungssumme als Jahreshöchstentschädigung. Auf Antrag des Versicherungsnehmers ist die einmalige Wiederauffüllung der durch Schäden verbrauchten Versicherungssumme möglich. Die Prämie hierfür wird pro rata für die verbleibende Zeit in der Versicherungsperiode aus der Auffüllungssumme berechnet.
  7. Der gemäß Nr. 1 bis Nr. 6 als entschädigungspflichtig errechnete Betrag wird je Versicherungsfall um den vereinbarten Selbstbehalt gekürzt.
  8. Kosten gemäß Nr. 1 gelten nicht als Aufräumungskosten gemäß § 3 Nr. 3a AFB 87.
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