Allgemeine Klauseln

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Klausel 4203(9: Reisescheck-Blankette; Euro-Scheckkarten

  1. Bis zu den vereinbarten Versicherungssummen sind auch versichert
    1. Formulare für Reiseschecks;
    2. Euro- und (EC-)Scheckkarten und PIN-Briefe.

    Diese Sachen gelten als Urkunden gemäß § 4 Nr. 3 b AERB 87.

  2. Versichert sind, soweit dies gemäß § 1 Nr. 1 a bis 1 c AERB 87 vereinbart ist, Schäden durch
    1. Einbruchdiebstahl;
    2. Raub innerhalb des Versicherungsortes;
    3. Raub auf Transportwegen.
  3. Der Versicherer leistet nach Eintritt eines Versicherungsfalls gemäß Nr. 2 Entschädigung
    1. für Einlösungsbeträge, die der Versicherungsnehmer aufgrund von Fälschungen der abhandengekommenen Urkunden innerhalb von drei Jahren nach dem Abhandenkommen leisten muß;
    2. für Bargeld, das mit abhandengekommenen Euro-Scheckkarten aus Geldausgabeautomaten entnommen wurde;
    3. für Schäden, die dem Versicherungsnehmer durch Wareneinkäufe oder durch die Inanspruchnahme von Dienstleistungen mit Hilfe abhandengekommener Euro-Scheckkarten entstehen.
  4. Die Entschädigung ist begrenzt
    1. je Euro-Scheckkarte auf 200 €;
    2. je Reisescheckformular auf den eingedruckten Betrag.
  5. PIN-Briefe, die sich nicht in verschlossenen Tresorräumen, Panzergeldschränken, gepanzerten Geldschränken, mehrwandigen Stahlschränken mit einem Mindestgewicht vom 300 kg oder eingemauerten Stahlwandschränken mit mehrwandiger Tür befinden, sind so aufzubewahren, daß sie im Versicherungsfall voraussichtlich nicht gleichzeitig mit den versicherten Euro-Scheckkarten abhandenkommen können. Verletzt der Versicherungsnehmer diese Obliegenheit, so ist der Versicherer bei Schäden gemäß Nr. 3 b und 3 c nach Maßgabe des § 6 Abs. 1 und Abs. 2 VVG zur Kündigung berechtigt oder auch leistungsfrei. Eine Kündigung des Versicherers wird einen Monat nach Zugang wirksam. Führt die Verletzung zu einer Gefahrerhöhung, so gelten die §§ 23 bis 30 VVG. Danach kann der Versicherer zur Kündigung berechtigt oder auch leistungsfrei sein.
  6. Entschädigung wird nur geleistet, soweit Entschädigung nicht aus einem anderen Versicherungsvertrag beansprucht werden kann. Ist danach die Entschädigung oder eine Abschlagszahlung gemäß § 16 Nr. 1 AERB 87 nur deshalb noch nicht fällig, weil ohne Verschulden des Versicherungsnehmers die Entschädigungspflicht aus dem anderen Versicherungsvertrag ganz oder teilweise noch nicht geklärt ist, so wird der Versicherer unter Vorbehalt der Rückforderung mit Zinsen 1 Prozent unter dem Diskontsatz der Deutschen Bundesbank, mindestens jedoch 4 Prozent und höchstens 6 Prozent pro Jahr, eine vorläufige Zahlung zu leisten.
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