Allgemeine Klauseln

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Klausel 4406: Raub bei Transporten mit Spezialfahrzeugen

  1. Abweichend von § 12 Nr. 4 Abs. 2 AERB 87 zählt der Fahrer als den Transport durchfahrende Person, wenn der Transport mit einem Spezialfahrzeug (Nr. 2) und gemäß den Bestimmungen in Nr. 3 durchgeführt wird und wenn die den Transport durchfahrenden Personen sowie der Fahrer im Vollbesitz körperlicher und geistiger Kräfte, männlich, älter als 20 Jahre und jünger als 50 Jahre sind. Dies gilt jedoch nur, solange sich die versicherten Sachen in verschlossenen, mit dem Fahrzeug fest verbundenen Behältern oder in dem für die Aufbewahrung bestimmten und verschlossenen Raum des Fahrzeugs befinden. Außerdem erhöht sich unter den genannten Voraussetzungen für Schäden an diesen Sachen die Entschädigungsgrenze gemäß § 12 Nr. 3 AERB 87 von 250.000 € auf 500.000 €; der gemeinschaftliche Gewahrsam an diesen Sachen gilt abweichend von § 12 Nr. 4 Abs. 3 AERB 87 nicht als aufgehoben, während sich ein Teil der den Transport durchfahrenden Personen von dem Fahrzeug entfernt, um versicherte Sachen zu entladen oder zuzuladen.
  2. Als Spezialfahrzeuge gelten nur Kraftwagen, die mindestens folgende Eigenschaften aufweisen:
    1. Alle Türen und sonstige Öffnungen müssen verschließbar sein.
    2. Alle Insassen müssen gegen Beschuß gesichert unterzubringen sein.
    3. Der Fahrer oder eine der anderen den Transport durchfahrenden Personen muß auch dann in einem verschlossenen und gegen Beschuß gesicherten Raum des Fahrzeuges bleiben können, wenn eine Tür des Fahrzeuges geöffnet wird.
    4. Das Fahrzeug muß mit den folgenden Einrichtungen versehen sein, die von der in Nr. 2 c genannten Person benutzt werden können:

      aa) Sprechfunk;

      bb) Spiegelung rund um das Fahrzeug;

      cc) Alarmschallanlage.

  3. Bei Transporten mit einem Spezialfahrzeug müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
    1. Alle in Nr. 2 bezeichneten Einrichtungen des Fahrzeugs müssen bei Beginn des Transports gebrauchsfähig sein und jeweils bestimmungsgemäß betätigt werden.
    2. Die in Nr. 2 c genannte Person muß sich dauernd in dem von innen verschlossenen Raum befinden und während des Transportes einschließlich der Be- und Endladevorgänge ständige Sprechfunkverbindung mit der zuständigen Zentrale unterhalten. Das Fahrzeug darf nur anhalten, wenn die Straßenverkehrslage oder Be- und Entladevorgänge dies erfordern.
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