Allgemeine Klauseln

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Klausel 4407: Raub an Tag/Nacht-Tresor-Kunden

  1. Versicherungsschutz gemäß § 1 Nr. 1 c und Nr. 4 b AERB 87 besteht für Schäden durch Raub an Kunden , die berechtigt sind, eine Tag/Nacht-Tresor-Anlage des Versicherungsnehmers zu benutzen. Dies gilt jedoch nur außerhalb der Geschäftsräume des Kunden und nur auf direktem Weg von den Geschäftsräumen zur Tag/Nacht-Tresor-Anlage.
  2. Einem Kunden stehen Personen gleich, die der Kunde mit dem Transport beauftragt hat, ausgenommen Unternehmen, die sich gewerbsmäßig mit Geldstransporten befassen.
  3. Versichert sind nur Sachen, die sich in den für den Einwurf in den Tag/Nacht-Tresor bestimmten Behältern befinden.
  4. Der Versicherer leistet Entschädigung bis zu der je Kunde vereinbarten Versicherungssumme, über 25.000 € hinaus jedoch nur dann, wenn der Transport durch mindestens zwei Personen durchgeführt wurde. Außerdem ist die Entschädigung je Versicherungsfall auf 50.000 € begrenzt.
  5. Soweit Nr. 4 Transport durch mehrere Personen voraussetzt, muß gemeinschaftlicher Gewahrsam dieser Personen an den versicherten Sachen bestehen. Gewahrsam haben nur Personen, die sich unmittelbar bei den Sachen befinden.
  6. Entschädigung wird nur geleistet, soweit der Kunde Entschädigung nicht aus einem anderen Versicherungsvertrag beanspruchen kann. Ist danach die Entschädigung oder eine Abschlagzahlung gemäß § 16 Nr. 1 AERB 87 nur deshalb noch nicht fällig, weil ohne Verschulden des Versicherungsnehmers oder des versicherten Kunden die Entschädigung aus dem anderen Versicherungsvertrag ganz oder teilweise noch nicht geklärt ist, so wird der Versicherer unter Vorbehalt der Rückforderung mit Zinsen 1 Prozent unter dem jeweiligen Diskontsatz der Deutschen Bundesbank, mindestens jedoch 4 Prozent und höchstens 6 Prozent pro Jahr, eine vorläufige Zahlung leisten.
  7. Der Versicherungsnehmer hat dem Versicherer zwei Monate vor Ablauf jeder Versicherungsperiode (Versicherungsjahr) zum Zweck der Prämienberechnung die Anzahl der Tag/Nacht-Tresor-Kunden mitzuteilen. Verletzt der Versicherungsnehmer diese Obliegenheit, so kann der Versicherer nach Maßgabe des § 6 VVG zur Kündigung berechtigt oder auch leistungsfrei sein.
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