Allgemeine Klauseln

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Klausel 753 - Werbeanlagen

  1. Versichert sind die gesamten im Versicherungsvertrag näher bezeichneten Werbeanlagen, und zwar
    • Leuchtröhrenanlagen (Hochspannungsanlagen),
    • Firmenschilder,
    • Transparente.
  2. Der Versicherer leistet Ersatz
    1. bei Leuchtröhrenanlagen (Hochspannungsanlagen) für Schäden durch Zerbrechen (§ 1 Nr. 1 AGLB) der Röhren (Systeme) und an den übrigen Teilen der Anlage für alle Beschädigungen oder Zerstörungen, soweit sie nicht eine unmittelbare Folge der durch den Betrieb der Anlage verursachten Abnutzung sind;
    2. bei Firmenschildern und Transparenten für Schäden durch Zerbrechen (§ 1 Nr. 1 AGLB) der Glas- und Kunststoffteile. Schäden an Leuchtkörpern oder nicht aus Glas oder Kunststoff bestehenden Teilen (z. B. Metallkonstruktion, Bemalung, Beschriftung, Kabel) sind mitversichert, wenn gleichzeitig ein ersatzpflichtiger Schaden durch Zerbrechen (§ 1 Nr. 1 AGLB) am Glas oder Kunststoff vorliegt und entweder beide Schäden auf derselben Ursache beruhen oder der Schaden am Glas oder Kunststoff den anderen Schaden verursacht hat.
  3. Abweichend von § 1 Nr. 2 AGLB sind Schäden, soweit nichts anderes vereinbart ist, durch Brand, Blitzschlag oder Explosion mitversichert.
  4. Ausgeschlossen sind Schäden durch Konstruktions-, Guß- oder Materialfehler, soweit der Lieferant hierfür zu haften hat. Bestreitet der Lieferant seine Eintrittspflicht, so leistet der Versicherer zunächst Entschädigung. § 67 VVG gilt nicht. Der Versicherungsnehmer hat seinen Anspruch auf Kosten und nach den Weisungen des Versicherers außergerichtlich und erforderlichenfalls gerichtlich geltend zu machen.
    Die Entschädigung ist zurückzuzahlen, wenn der Versicherungsnehmer einer Weisung des Versicherers nicht folgt oder soweit die Eintrittspflicht des Dritten unstreitig oder rechtskräftig festgestellt wird und realisierbar ist.
  5. Kosten für Farbangleichungen unbeschädigter Systeme oder für sonstige Änderungen oder Verbesserungen sowie für Überholungen sind nicht entschädigungspflichtig.
  6. Abweichend von § 9 Nr. 1 AGLB werden ersatzpflichtige Schäden in natura durch Liefern und Montieren von Gegenständen gleicher Art und Güte reguliert. Jedoch trägt der Versicherer die Sonderkosten, um die sich die Montage durch die Lage der zu ersetzenden Sachen verteuert, z. B. die Kosten der Verwendung eines Gerüstes oder Kranes oder für die Beseitigung von Hindernissen, nur bis zu dem vereinbarten Betrag.
  7. Ein unabhängiger Treuhänder ermittelt vor dem 1. Januar eines jeden Kalenderjahres unter Berücksichtigung der Lohn- und Materialkostenentwicklung einen Vomhundertsatz, um den der Versicherer die Prämie für das in diesem Kalenderjahr beginnende Versicherungsjahr erhöhen kann oder zu vermindern hat. Bei den erforderlichen Berechnungen wird auf zwei Stellen hinter dem Komma gerundet; der Veränderungssatz wird auf eine Stelle hinter dem Komma gerundet.
    Die Prämie bleibt unverändert, wenn der - ungerundete - Veränderunssatz nach Abs. 1 unter 5 v. H. läge. Jedoch ist dann für die nächste Veränderung der Vomhundertsatz maßgebend, um den sich der Preisindex gegenüber dem Zeitpunkt geändert hat, der für die letzte Prämienfestsetzung maßgebend war.
    Die gemäss Abs. 1 geänderte Prämie darf die im Zeitpunkt der Änderung geltende Tarifprämie nicht übersteigen. Diese Grenze gilt jedoch nur, wenn sich die neue Tarifprämie auf eine unveränderte Gruppe versicherbarer Risiken bezieht.
  8. Erhöht sich die Prämie gemäss Nr. 7 um mehr als 15 v. H. , so kann der Versicherungsnehmer innerhalb eines Monats, nachdem ihm die Prämienerhöhung mitgeteilt wurde, den Versicherungsvertrag mit Wirkung für den Zeitpunkt kündigen, in dem die Prämienerhöhung wirksam werden sollte. Die Kündigung ist schriftlich zu erklären.
    Das Kündigungsrecht entsteht auch, wenn sich innerhalb von drei aufeinanderfolgenden Versicherungsjahren die Prämie mehrfach gemäss Nr. 7 erhöht, und zwar auf einen Betrag, der mehr als 30 v.H. über dem Ausgangsbetrag liegt.
  9. Die Vorschriften über Unterversicherung (§ 9 Nr. 2 AGLB, § 56 VVG) sind nur anzuwenden, soweit im Zeitpunkt des Beginns der Versicherung Unterversicherung vorgelegen hat. In diesem Fall braucht der Versicherer den Naturalersatz erst zu leisten, nachdem der Versicherungsnehmer den Unterschiedsbetrag vor Erteilung des Ersatzauftrages hinzugezahlt hat; gleiches gilt, wenn der Betrag für Sonderkosten gemäss Nr. 6 Satz 2 oder eine andere Versicherungssumme auf Erstes Risiko nicht ausreicht.
  10. Wird anläßlich eines ersatzpflichtigen Schadens an den übrigen Teilen der Anlage eine vorläufige Reparatur durch einen Nichtfachmann vorgenommen, so sind die Kosten hierfür sowie die daraus entstehenden Folgen vom Versicherungsnehmer zu tragen.
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