Klauseln zur Maschinenversicherung

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Klausel 019: Versicherung von Sachen auf Schwimmkörpern

  1. Versichert sind Maschinen und sonstige technische Anlagen, die auf Schwimmkörpern betrieben werden.
    Zwischenwellen, Wellen- und getrennt stehende Drucklager, Kupplungen und Getriebe sind nur versichert, soweit sie im Versicherungsvertrag besonders bezeichnet sind.
    Nicht versichert sind:
    1. Schwimmkörper;
    2. schiffsbauliche Fundamente sowie Stevenrohr einschließlich Stopfbuchsen, Schiffsschrauben und Schwanzwellen.
  2. Der Versicherer leistet ohne Rücksicht auf mitwirkende Ursachen keine Entschädigung für Schäden durch
    1. Schiffskasko-Unfälle, insbesondere durch Strandung, Kollision oder Eis;
    2. Absinken des Schwimmkörpers.

    Nur wenn dies besonders vereinbart ist wird Entschädigung geleistet für Schäden durch Bedienungsfehler, Ungeschicklichkeit, Fahrlässigkeit oder Böswilligkeit.

  3. Versicherungsorte sind die im Versicherungsvertrag bezeichneten Schwimmkörper, solange diese sich in den im Versicherungsvertrag bezeichneten Fahrt- oder Einsatzgebieten oder Liegeplätzen befinden.
  4. Zu den Wiederherstellungskosten gemäß § 10 Nr. 2 AMB gehören
    1. Kosten, die durch Arbeiten an dem Schiffskörper oder an Aufbauten sowie für das Eindocken und Aufslippen des Schwimmkörpers entstehen;
    2. Bergungs- und Abschleppkosten

    bis zu der im Versicherungsvertrag vereinbarten Versicherungssumme auf Erstes Risiko.

  5. Abweichend von § 10 Nr. 5 AMB wird von den Wiederherstellungskosten ein Abzug vorgenommen auch bei Schäden an
    1. Greifern, Ladeschaufeln, Löffelkübeln und Eimern;
    2. Getrieben, Lagern und Drehkränzen aller Art.
  6. Für Revisionen von Schiffen, die nicht von einer international anerkannten Revisionsgesellschaft regelmäßig untersucht werden gilt:
    1. Der Versicherungsnehmer hat ohne Rücksicht auf den Beginn des Versicherungsschutzes jeweils nach 6.000 Betriebsstunden, gerechnet von der Betriebsfertigkeit (§ 6 Nr. 3 AMB) an, spätestens jedoch jeweils vier Jahre nach der letzten Revision, die versicherten Sachen auf seine Kosten gründlich zu überholen.
    2. Der Versicherungsnehmer hat dem Versicherer die Revision rechtzeitig anzuzeigen. Der Versicherer kann zu der Revision auf seine Kosten einen Beauftragten entsenden. Der Versicherungsnehmer hat den Weisungen des Beauftragten Folge zu leisten, insbesondere die Sachen zu öffnen, Kolben zu ziehen und Lager aufzunehmen.
    3. Verletzt der Versicherungsnehmer eine der vorstehenden Obliegenheiten, so ist der Versicherer nach Maßgabe des § 6 Abs. 1 und Abs. 2 VVG zur Kündigung berechtigt oder auch leistungsfei. Eine Kündigung des Versicherers wird einen Monat nach Zugang wirksam. Leistungsfreiheit tritt nicht ein, wenn die Verletzung weder auf Vorsatz noch auf grober Fahrlässigkeit beruht. Führt die Verletzung zu einer Gefahrerhöhung, so gelten die §§ 23 bis 30 VVG. Danach kann der Versicherer zur Kündigung berechtigt oder auch leistungsfrei sein.
  7. Für Revisionen von Schiffen, die von einer international anerkannten Revisionsgesellschaft regeläßig untersucht werden gilt:
    1. Der Versicherungsnehmer hat die Vorschrift der Klassifikationsgesellschaft (Germanischer Lloyd, Büro Veritas, Lloyd’s Register und andere) termingerecht zu erfüllen, insbesondere die Klasse von Schiff und maschineller Einrichtung rechtzeitig bestätigen oder erneuern zu lassen.
    2. Der Versicherungsnehmer hat dem Versicherer die bevorstehende Klassenerneuerung rechtzeitig anzuzeigen. Der Versicherer kann zu der Klassenerneuerung auf seine Kosten einen Beauftragten entsenden.
    3. Verletzt der Versicherungsnehmer eine der vorstehenden Obliegenheiten, so ist der Versicherer nach Maßgabe des § 6 Abs. 1 und Abs. 2 VVG zur Kündigung berechtigt oder auch leistungsfrei. Eine Kündigung des Versicherers wird einen Monat nach Zugang wirksam. Leistungsfreiheit tritt nicht ein, wenn die Verletzung weder auf Vorsatz noch auf grober Fahrlässigkeit beruht. Führt die Verletzung zu einer Gefahrerhöhung, so gelten die §§ 23 bis 30 VVG. Danach kann der Versicherer zur Kündigung berechtigt oder auch leistungsfrei sein.
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