Klauseln zur Maschinenversicherung

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Klausel 002: Revision von Wasserturbinenanlagen

  1. Im Interesse der Schadenverhütung hat der Versicherungsnehmer regelmäßig Revisionen durchzuführen. Die Revisionen des gesamten Turbosatzes ( Turbine und angetriebene Maschine) oder seiner einzelnen Teile (Teilrevision) sollen aufgrund der Betriebserfahrungen des Betreibers, der vom Hersteller oder von Fachverbänden empfohlenen Revisionsperioden sowie übertragbarer Schadenerfahrungen des Versicherers eingeplant und auf Kosten des Versicherungsnehmers durchgeführt werden.
  2. Der Versicherer erwartet von der Revision eine so rechtzeitige Benachrichtigung, daß er auf seine Kosten an der Revision teilnehmen kann.
  3. Der Versicherer geht davon aus, daß, soweit gem. Nr. 1 keine kürzeren Revisionsfristen gelten, die Turbosätze nach jeweils
    1. drei Jahren bei Anlagen, die stark wechselnder Einsatzweise unterliegen oder aufgrund ihrer Instrumentierung keine ausreichende Überwachung des Betriebszustandes ermöglichen,
    2. vier Jahre bei Anlagen, die überwiegend kontinuierlich betrieben werden und nach dem Stand der technischen Entwicklung mit den für die Betriebsweise wesentlichen Überwachungseinrichtungen ausgerüstet sind,

    revidiert werden.
    Die Zeiträume gelten ab der ersten Inbetriebnahme bzw. der Garantierevision des ganzen Turbosatzes oder jeweils ab der letzten Revision des betreffenden Teiles.

  4. Werden die Turbosätze ohne Revision über die in Nr. 3 angegebenen Zeiträume hinaus weiterbetrieben und treten dann ersatzpflichtige Schäden ein, so wird nur der Schadenmehraufwand ersetzt, d.h. die Kosten für De- und Remontage sowie für sonstige üblicherweise bei einer Revision anfallende Arbeiten sind Revisionsaufwand und gemäß § 10 Nr. 4a AMB vom Versicherungsnehmer zu tragen.
  5. Der Versicherungsnehmer hat den Versicherer unverzüglich über wesentliche Veränderungen im Betriebsverhalten oder in der Einsatzweise des Turbosatzes zu informieren, damit Versicherungsnehmer und Versicherer über die zu treffenden Maßnahmen entscheiden können.
    Verletzt der Versicherungsnehmer diese Obliegenheit, so ist der Versicherer nach Maßgabe des § 6 Abs. 1 und Abs. 2 VVG zur Kündigung berechtigt oder auch leistungsfrei. Eine Kündigung des Versicherers wird einen Monat nach Zugang wirksam. Leistungsfreiheit tritt nicht ein, wenn die Verletzung weder auf Vorsatz noch auf grober Fahrlässigkeit beruht. Führt die Verletzung zu einer Gefahrerhöhung, so gelten die §§ 23 bis 30 VVG. Danach kann der Versicherer zur Kündigung berechtigt oder auch leistungsfrei sein.
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