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Wohngebäudeversicherung: Nicht jedes Wasser im Gebäude ist ein versicherter Wasser- oder Sturmschaden!

Oft werden Schäden eingereicht, die nicht versichert sind. Und was versichert erscheint, ist bei näherer Betrachtung ausgeschlossen.

 

Das Landgericht Dortmund gab jetzt einer Versicherung Recht, die keinen Wasserschaden durch Hagelkörner ersetzen wollte.

 

 

 

Nicht immer, wenn Wasser ins Gebäude eindringt und Schäden verursacht, kann die Wohngebäudeversicherung herangezogen werden. Diese Erfahrung machte jetzt ein Versicherter eines Wohngebäudes, vor dessen Haus ein Gully durch Hagelkörner verstopft wurde und in dessen Folge eine Überschwemmung Schäden am Haus verursachte. Denn nach den Hagelkörnern folgte starker Regen, der nicht ablaufen konnte. Die Versicherung verweigerte den Schaden mit dem Verweis darauf, dass "keine direkte Einwirkung auf das Gebäude stattgefunden" habe. Hätten die Hagelkörner beispielsweise Schäden am Dach verursacht oder Scheiben eingeschlagen und es hätte in der Folge hineingeregnet, wäre der Schaden versichert gewesen.

Der Versicherungsnehmer war  mit der Regulierung der Versicherung nicht einverstanden und klagte. Das Landgericht Dortmund entschied jedoch zu Gunsten der Versicherung, die mangels direkter Einwirkung auf das Gebäude keine Kosten zu tragen hat. Denn da keine direkte Einwirkung auf das Wohngebäude nachweisbar war, fehlte es an der Voraussetzung einer Ersatzleistungaus der Wohngebäudeversicherung und der Versicherte ging leer aus.

Aktenzeichen: LG Dortmund 2 O 330/10

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