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Schnee in Deutschland: Krankenkassen schicken teure Briefe

Wer seine Gehwege oder Grundstücke nicht rechtzeitig von Schnee befreit, riskiert bei Stürzen Regressforderungen der Krankenkassen.

Wer in den nächsten Tagen Post von einer ihm unbekannten Krankenkasse bekommt, sollte sie nicht als Werbung wegwerfen. Denn in solchen Briefen kann einem Grundstückseigentümer mitgeteilt werden, dass auf ihrem Gehweg vor ihrem Grundstück am Tag X die Person Y verunglückt ist. Wenn der Unfall mutmaßlich auf nicht geräumte Gehwege zurückzuführen ist, muss der Grundstückseigentümer die Folgekosten tragen.

Nach den Schneefällen der vergangenen Tage gehen die Krankenkassen davon aus, dass sich die Anzahl der Unglücksfälle deutlich erhöhen wird - geschätzt sogar um das Fünffache gegenüber den Vorjahren. Und offene Wunden, Prellungen, Arm- und Beinbrücke können teuer werden. So muss man für die Behandlung eines Knochenbruchs mit durchschnittlich 3.000 € Kosten rechnen, im Einzelfall auch bis zu 15.000 €.

Wenn ein Dritter verantwortlich ist, holen sich die Krankenkassen das Geld aufgrund der Gesetze im Sozialgesetzbuch vom Verursacher wieder. Davon unberührt bleiben selbstverständlich Schmerzensgeld- und Lohnfortzahlungsforderungen von Arbeitgebern oder Regress wegen Einkommensverluste bei Selbstständigen.

Hier hilft nur eine Haus- und Grundstückshaftpflichtversicherung bei fremd vermieteten Objekten oder Mehrfamilienhäusern, sowie eine Privathaftpflichtversicherung bei selbstgenutzten Immobilien.


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