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Schwarze-Liste: Versicherer wollen Betrügern das Leben schwer machen

 

Es wird für einige schwarze Schafe gewiss kein April-Scherz werden, denn am 1. April erschwert das neue Hinweis- und Informationssystem (HIS) Versicherungsbetrügern das Leben auf Kosten Anderer erheblich.

Damit wird Versicherungsbetrug künftig deutlich schwerer, denn das System erlaubt es Versicherern, problematische Kunden leichter zu ermitteln.

Zur Risikoprüfung zählen nicht nur die äußeren Faktoren eines zu versichernden Risikos, wie die Nutzung, die Ortslage, der Beruf oder die Vorerkrankungen, sondern auch das so genannte "subjektive Risiko", das in der Person des Versicherungsnehmers selbst liegt. Gerade das subjektive Risiko begleitet Versicherungsbetrug und -missbrauch und führt jährlich zu fingierten oder unberechtigt ausgezahlten Schäden von rund vier Milliarden Euro.

In der Praxis werden auffällige Kunden vom Versicherer an das HIS gemeldet. Das ist dann der Fall, wenn diese auffällig viele Schadensfälle haben oder diese besonders hoch sind. Außerdem werden Menschen mit besonders gefährliche Berufen oder Vorerkrankungen gemeldet. Im Gegensatz zu früher werden die gemeldeten Kunden nicht mehr verschlüsselt.

Zukünftig müssen sich die Sachbearbeiter bei den Versicherern in das HIS einloggen und können nach dem vollen Namen der Versicherten suchen. Diese wiederum sind den Eintragungen nicht schutzlos ausgeliefert und werden künftig über einträge informiert und können Änderungen verlangen, falls falsche Daten eingetragen wurden.


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