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Kinder hüten birgt Gefahren: Für das Kind und den eigenen Geldbeutel

 

Wer als Kindertagesstätte, als Babysitter oder als Tagesmutter Kinder hütet, steht mit einem Bein immer in der Haftung. Wenn Kinder sich verletzen oder einen Schaden anrichten, können schlaflose Nächte die Folge haben! Denn während der Versicherungsschutz im Kindergarten gesetzlich klar geregelt ist, müssen Babysitter oder Tagesmütter schon mal ihre Versicherungspolice aus dem Ordner holen und auf richtigen Versicherungsschutz überprüfen.

 

 

 

Karin W.* betreut seit vielen Jahren Kinder in kleinen Gruppen bei sich zu Hause. Noch nie ist etwas passiert, bis auf diesen Tag, als alles schief zu laufen schien. Zuerst kratzt der fünfjährige Dennis* mit seinem Kinderspaten in das das Auto des Nachbarn eine Kerbe und dann stürzt die kleine Natascha* auch noch vom Klettergerüst und bricht sich einen Arm. Da war die liebe Not groß, denn wer kommt jetzt für den Schaden auf und was passiert, wenn die Fraktur so schwer ist, dass bleibende Schäden davon getragen werden?

Grundsätzlich gilt, dass Kinder bis zu einem Alter von sieben Jahren an einem Schaden keine Schuld tragen. Doch wer trägt dann den Schaden, wenn er entstanden ist? Ohne Schuld gibt es auch keine Ersatzleistung für den Geschädigten und er geht leer aus. Gerade wenn man aber die Kinder von Freunden, Nachbarn oder Verwandten hütet, kann es schnell unangenehm werden, wenn die Versicherung die Ersatzleistung ablehnt. Doch was passiert, wenn die Aufsichtspflicht verletzt wurde? Dann sollte der Aufsichtspflichtige gut versichert sein und diesen Bereich in seine Private  Haftpflichtversicherung eingeschlossen haben.

Wer sein Kind in eine Kindertagesstätte gibt, ist im Rahmen der gesetzlichen Unfallversicherung geschützt, wenn auch im bescheidenen Rahmen. Die Haftung aus dieser gesetzlichen Absicherung ist gegeben, wenn die Eignung des Betreuers durch den Jugendhilfeträger bestätigt wurde. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um eine öffentliche oder privat finanzierte Kindertagesstätte handelt. Die Landesunfallkasse bzw. der Gemeindeversicherungsträger muss unverzüglich informiert werden.
Wird das Kind jedoch durch eine Tagesmutter betreut, besteht für das Kind kein gesetzlicher Unfallversicherungsschutz. Wem der gesetzliche Schutz zudem zu gering erscheint oder wer auf "Nummer Sicher" gehen will, der sollte für sein Kind eine private Kinder-Unfallversicherung abschließen, die rund um die Uhr gültig ist. Denn außerhalb der Kita-Zeiten haben Kinder nicht einmal Versicherungsschutz aus einer gesetzlichen Absicherung.

Regelmäßig wird der Einschluss von "Tagesmutter" oder "Babaysitting" im Rahmen der  privaten  Haftpflichtversicherung angeboten und man sollte diesen Schutz gegen eine geringe Gebühr einschließen. Denn die Haftplichtversicherung zahlt nicht nur die berechtigten Schäden aus, sondern lehnt unberechtigte Forderungen notfalls auch gerichtlich ab. Allerdings muss dieser grundlegende Schutz der "Tagesmutter" auch in der Versicherungspolice eingeschlossen sein, damit die Versicherung handeln kann.

Wer haftet oder nicht kann nur entscheiden, wer täglich mit einer solchen Materie zu tun hat. Denn wann ist die Aufsichtspflicht verletzt, um eine Ersatzleistung erbringen zu müssen? Was passiert, wenn Tagesmutter, Kindertagesstätte, Babysitter oder Eltern ihrer Aufsichtspflicht ordnungsgemäß nachgekommen sind? Dann bleibt der Geschädigte auf seinem Schaden sitzen und wird alles Machbare in die Wege leiten, um seinen Schaden ersetzt zu bekommen. Ob ihm eine Ausfalldeckung im Rahmen der  Private  Haftpflichtversicherung helfen kann, muss im Einzelfall geprüft werden. Diese Deckung tritt ein, wenn Dritte einen Schaden verursacht, aber keinen Versicherungsschutz haben.

Der Gesetzgeber hat gewollt, dass Kinder ohne Sorge vor einer Schadenersatzleistung aufwachsen und für ihre naturbedingte Unreife nicht zur Rechenschaft gezogen werden können. Wenn also keine Schuld besteht, besteht auch keine Schadenersatzleistung.  In dem und allen anderen Fällen muss der jeweilige Versicherungsschutz überprüft werden, denn der Schutz ist auf den Bereich "deliktunfähige Kinder" ausweitbar. Und das kann am Besten ein Versicherungsmakler, weil er die meisten Tarife des Marktes bedarfsgerecht und preiswert anbieten kann - notfalls auch bei unterschiedlichen Versicherungsunternehmen.

Für alle diesbezüglichen Fragen stehen wir Ihnen als Versicherungsmakle gerne zur Verfügung.

Sie haben Fragen? Dann stehen wir Ihnen für Fragen gerne zur Verfügung.



* Name geändert

verwendetes Original-Photo:

Kzenon - Fotolia.com

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