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Mietnomaden - der natürliche Feind des Vermieters. Eine Mietnomaden-Versicherung hilft!

 

Bis gestern schien die Welt noch in Ordnung: Friedhelm Berger* hatte sein geerbtes Elternhaus aufwändig renovieren lassen, um es zu vermieten. Der vermeintliche solvente Rechtsanwalt Bernhard Schulz* entpuppte sich nach Ausbleiben der dritten Mietzahlung nur als so genannter Mietnomade.

 

 

Für Berger* entstand nicht nur der Mietausfall, sondern er blieb auf den Verfahrenskosten ebenso sitzen, wie auf der Entsorgung von Müll und der Renovierung des Hauses. Ein ruinöser Vorgang, wäre er nicht durch eine Mietnomaden-Versicherung abgesichert gewesen.

Wie der "Verband der Hauseigentümer" schätzt, gibt es bundesweit etwa 15.000 Mietnomaden, die im Ruhrgebiet ebenso zu finden sind, wie in Ballungsräumen in Ostdeutschland, wo der Leerstand z. B. rund um Leipzig und Dresden besonders hoch ist.

Ein Mietnomade erzeugt nicht nur Zahlungsausfall über meist mehrere Monate, sondern auch Kosten für den Anwalt, das Gericht und die Räumung von durchschnittlich 30.000 €. Weil die Gerichte überlastet sind, kann es bis zu zwei Jahre dauern, bis man einen Mietnomaden losgeworden ist, denn der ist durch das Gesetz weitestgehend geschützt.
Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 543 Abs. 2 Nr. 3 BGB) hat der Vermieter nach zweimaligem Ausbleiben des Mietzinses das Recht der fristlosen Kündigung des Mietverhältnisses. Will der Mieter nicht ausziehen, kann der Vermieter eine Räumungsklage erheben, jedoch erst frühestens zwei Wochen nach der Kündigung, denn dem Mieter steht eine so genannte Ziehfrist zu. Das Gericht wiederum muss dem säumigen Mieter eine weitere Schonfrist von zwei Monaten gewähren, bevor es tätig wird (§ 569 Abs. 3, Nr. 2 BGB).

Selbst nach einem Räumungsurteil, mit dem erst nach weiteren Monaten Verfahrensdauer zu rechnen ist, ist der Mieter noch nicht aus der Wohnung raus. Dem Mieter steht nach den §§ 721, 794a und 765 ZPO eine erneute Frist zu, vor deren Ablauf wiederum die Wohnung nicht geräumt werden darf - und zwar erst dann, wenn das Urteil nach einem Monat rechtskräftig geworden und dem säumigen Mieter zugestellt worden ist.

Hintergrund dieser Verfahrensweise ist der Schutz schützenswürdiger Mieter, also die soziale Komponente hinter dem Mietrecht. Mietnomaden nutzen dieses Recht zu ihren Gunsten aus und verursachen somit einen erheblichen Schaden bei Vermietern bis hin zu deren Ruin.

Mietnomaden sind nicht leicht auszumachen.

Sie "tarnen" sich als Manager, Rechtsanwälte, Ärzte oder Steuerberater, fahren mit protzigen Autos vor und sind selten von Harz IV abhängig. Und somit ist der Gesetzgeber gefragt, das Mietrecht so zu ändern, dass man Mietnomaden schneller das Handwerk legen kann.

Die einzige finanzielle Hilfe, Mietausfällen vorzubeugen, ist eine Mietnomaden-Versicherung, wie sie allerdings nur von wenigen Versicherungsgesellschaften angeboten wird. Versicherungsmakler haben nicht nur den notwendigen Überblick über die Gesellschaften, die am Markt tätig sind, sondern auch den Zugang zu ihnen.

Die Versicherung zahlt in der Regel nach erfolgter Kündigung und nachdem eine etwaige Mietkaution aufgezehrt ist. Meist wird ab dem dritten Monat erstattet, längstens für ein Jahr.
Die Versicherung leistet auch dann, wenn durch den säumigen Mieter anzulastende mutwillige Zerstörung von Einrichtungs- und Ausstattungsobjekten der Wohnung oder des Hauses entstanden sind, den so genannten "Mietvandalismus" und zahlt sogar auch dann, wenn Gegenstände abhanden gekommen sind, die zum Haus oder zur Wohnung gehörten.
Ein großes Problem bei Mietnomaden ist der oft feststellbare Ungezieferbefall durch Ratten, Mäuse, Schaben oder andere Schädlinge nach Verwahrlosung des Mietobjektes.
Damit sich der Vermieter nicht selbst hinstellen und die Wohnung renovieren muss, werden auch vereinbarte Zusatzkosten für Entsorgung, Reinigung und Desinfektion übernommen. Auch die Zeit bis zur neuerlichen Vermietung, längstens zwei Monate, wird gezahlt. Versichert werden können Sachschäden mit 10.000 €, 20.000 € oder 30.000 €. Außerdem Mietausfall für sechs oder zwölf Monate, maximal jedoch 5.000 € bzw. 10.000 €.
Wer Versicherungsschutz wünscht, sollte sich beeilen, denn für bestehende Mietverhältnisse gibt es eine Karenzzeit von sechs Monaten nach Abschluss der Versicherung. Bei Neuvermietungen setzt der Versicherungsschutz sofort ein.

Sie haben Fragen? Dann stehen wir Ihnen für Fragen gerne zur Verfügung.

verwendetes Original-Photo:

styleuneed - Fotolia.com



*Name geändert


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