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KFZ-Unfall mit Kuh: Kein Schadenersatz

Autofahrer haben keinen Anspruch auf Schadensersatz, wenn sie einen Verkehrsunfall mit einem Nutzvieh erleiden.

 

 

 

 


Wie ein aktuelles Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Schleswig-Holstein zeigt, haftet der Halter der Kuh nur in Ausnahmefällen ( OLG Schleswig, AZ: 7 U 13/08)

Die Schleswiger Richter urteilten im verhandelten Fall über den Halter eines trächtigen Jungrindes, das einen Weidezaun durchbrochen und einen Verkehrsunfall mit einem Auto verursacht hatte. Der Fahrzeughalter verklagte den Rinderhalter auf Schadenersatz und begründete dies wegen unzureichender Sicherungsmaßnahmen auf der Weide. Die Klage wurde vom Gericht abgewiesen. Die Richter begündeten dies mit dem Hinweis auf einen gesetzlichen Haftungsausschluss des Bauern.

Diesen "gesetzlichen Haftungsausschluss" sieht das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) nur für Haustiere vor, die aus Berufsgründen gehalten werden. Eine Haftungsumkehr gibt es nur dann, wenn der Schaden auch bei ausreichender Aufsicht entstanden wäre, was hier der Fall war. "Auch ein vorschriftsmäßiger Zaun hätte das Jungrind nicht zurückhalten können" meinten die Schleswiger Richter.


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